Rezension | „Godeks Keller“ von Anna Gasthauser

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Titel: Godeks Kellergodeks keller cover
Autorin:
Anna Gasthauser
Genre: Geisterroman, Schauergeschichte
Verlag: 
Selfpublishing
Seiten: 296 S.
Jahr:
2019
ISBN: 978-3749456024
Format: Kindle E-Book (auch als Taschenbuch erhältlich)
Preis:
0,99 € (bzw. 9,99 €)

Klappentext

„“Godeks Keller“ ist kein gewöhnlicher Geisterroman. Es ist die Geschichte zweier trauriger Seelen – surreal, anders und mitreißend spannend.

***

Lange Zeit hat es John Godek geschafft, die Erinnerungen an seinen grausamen Vater zu verdrängen, der einst junge Frauen im Keller des Hauses gefangen hielt, sie quälte und schließlich tötete.

Als John der Geist einer Frau erscheint, glaubt er zunächst, dass er langsam den Verstand verliert. Doch Ann ist eines der Opfer seines Vaters …

Bald ist John gezwungen, sich den schrecklichen Erinnerungen zu stellen – und auch seiner eigenen Schuld. Und während er herauszufinden versucht, was damals wirklich in Godeks Keller geschah, geht er durch seine ganz persönliche Hölle.“

Meine Meinung

Nachdem ich vor ein paar Jahren von Anna Gasthausers Debüt „Kellerwesen“ so begeistert war, wollte ich unbedingt weitere Bücher von ihr lesen. Als „Godeks Keller“ neu erschien, war mir klar, dass ich mir das E-Book sofort besorgen musste. Jetzt habe ich es gelesen – und ich bin begeistert.

Das Cover zeigt den Schatten einer Hand auf einer Kellerwand. Meiner Meinung nach ist das Cover sehr gut gelungen und es passt perfekt zur Geschichte. Auch der Titel „Godeks Keller“ könnte nicht treffender gewählt sein.

In der Geschichte geht es um John, der alles verloren hat. Frau und Adoptivsohn sind ausgezogen und er wird bei der Arbeit beurlaubt. Verzweifelt zieht er sich in sein Haus zurück, in dem er bereits aufgewachsen ist, und ertränkt seine Sorgen im Alkohol. Bis ihm eines Tages Ann begegnet …

John fand ich sehr sympathisch und ich konnte mich von Anfang an gut in ihn hineinversetzen. Er macht schwere Zeiten durch und der Leser leidet mit ihm mit. Je weiter die Geschichte fortschreitet, desto mehr Probleme häufen sich in Johns Leben auf. Ich fand ihn sehr vielschichtig und gut dargestellt.

Auch Ann fand ich toll (vielleicht sogar  noch ein bisschen toller als John, sie war meine Lieblingsfigur). Ich fand es faszinierend, wie Anna Gasthauser Geister interpretiert – zum Beispiel konnte John ihre Berührungen spüren. Sie ist also nicht nur eine transparente Erscheinung, sondern „wirklich da“. Das hat mir sehr gut gefallen.

Phil war mir ebenfalls auf Anhieb sympathisch. Er ist Johns bester Freund und sorgt sich um ihn. So einen Kumpel kann man sich nur wünschen.

Jennifer und Glen, Johns Ex-Frau und deren Sohn, konnte ich nur schwer einschätzen. Auf der einen Seite hat Jennifer John für einen anderen Mann verlassen, aber auf der anderen Seite scheint sie sich um ihn Sorgen zu machen und ihn nach wie vor zu begehren. Zumindest ist er ihr nicht egal. Über Glen erfährt man fast gar nichts, deshalb konnte ich auch keine Verbindung zu ihm aufbauen.

Besonders gut gefallen haben mir Anna Gasthausers Beschreibungen des Hauses und der Geräusche und Gerüche darin. Man konnte sich das Anwesen richtig bildhaft vorstellen. Ihr gelingt es, die ganze Zeit über einen düstere Stimmung aufrechtzuerhalten und Spannung aufzubauen.

Auch wenn das Buch nicht übermäßig horrormäßig ist, kommen doch ein paar recht gruselige Stellen in der Geschichte vor, die eine gewisse Beklemmung beim Leser hervorrufen. Es ist aber eher eine Schauerstimmung, als blanke Angst. Ein bisschen blutig ist die Geschichte aber trotzdem und das Thema Tod wird durchaus thematisiert.

Der Schluss rundet die ganze Geschichte noch einmal schön ab. Für mich ganz klare Lesemempfehlung.

Über die Autorin

Anna Gasthauser wurde 1980 geboren. „Kellerwesen – Die Welt zwischen den Wänden“ ist ihr Debütroman, der 2016 erschien. Seither veröffentlichte die Autorin weitere Bücher im Selfpublishing und in Verlagen. Sie lebt in Potsdam.

Mein Fazit

Düsteres Lesevergnügen für Fans von Geisterromanen und Schauergeschichten – ganz klare Lesempfehlung!

Meine Bewertung

5herzchen


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Ein Kommentar zu “Rezension | „Godeks Keller“ von Anna Gasthauser

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