Unsere Deutschlandtour 2019 – Teil 2

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Ich freue mich total, an dieser Stelle meine Reise mit dir teilen zu dürfen. Insgesamt waren wir ja, wie in der Übersicht angekündigt, elf Tage bzw. zehn Nächte unterwegs. Vom 12. bis 16. Juli machten wir Station in Leipzig oder besser gesagt, einem kleinen und gemütlichen Hotel im Ortsteil Lindenthal.

Was wir in diesen Tagen erlebt haben, erzähle ich dir in diesem 2. Teil. Hier kommst du zum 1. Teil.

Deutschlandtour (2)

12. Juli 2019

Nachdem wir Nürnberg verlassen hatten, machten wir uns auf in Richtung Leipzig. Vor uns lag eine dreistündige Autofahrt, die wir mit dem Hörbuch zu Bud Spencers „Mein Leben, meine Filme“ überbrückten. Doch auch diesmal hatten wir uns ein Zwischenziel gesetzt, bei dem wir eine längere Pause einlegen wollten: das Eremitage in Bayreuth.

Und das war wirklich einen Besuch wert: ein wunderschöner Garten erstreckte sich vor neues schloss eremitage namenlosuns, den wir sofort neugierig erkundeten. Dann trieb es uns zum Neuen Schloss, einem wunderschönen Gebäude mit vielen Säulen und Mosaikfassade aus Glasstücken, Steinen und Kristallen, sowie goldenen Verzierungen. Hinter dem neuen Schloss lag ein großer Brunnen.

Als wir weitergingen, entdeckte ich einen Shop und witterte meine Chance, einen Magnet und Postkarten von diesem wunderbaren Ort zu ergattern. Mein Riecher lag richtig und außer Befriedigung meiner Sammelleidenschaft, bekam ich noch eine Information: um 13 Uhr (das war in ca. 15 Minuten) fanden im Brunnen hinter dem wasserspiele namenlosNeuen Schloss die barocken Wasserspiele statt. Das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen, weshalb wir sofort zum Neuen Schloss zurückkehrten und die Wasserspiele bestaunten.

Schließlich ging es weiter nach Leipzig. Je näher wir der Stadt kamen, desto schwärzer wurde der Himmel, bis ein Gewitter über uns hereinbrach. Es regnete so stark, dass ein Weiterfahren beinahe unmöglich war. Im Schneckentempo bewegten wir uns über die Autobahn und ich muss zugeben – da hatte ich doch ein bisschen Herzklopfen.

Als das Gewitter vorbeigezogen war, machten sich die nächsten Schwierigkeiten bemerkbar: Unser Navi machte, was es wollte. Es wechselte selbstständig in andere Modi und verstellte seine Einstellungen. Ich war nur noch damit beschäftigt, das Navi zu korrigieren. Glücklicherweise fanden wir trotzdem unser Hotel, auch wenn wir zunächst ein bisschen über die Lage geschockt waren.

Das Hotel befand sich in einer Straße, die nicht hätte baufälliger sein können. Von verlassenen Häusern gesäumt ähnelte die Straße eher einem Schweizer Käse, als einer ordentliche Fahrbahn. Das Hotel hatte – im Gegensatz zu dem Tophotel in Nürnberg – auch seine Schwächen. Kein Aufzug, sehr kleine Zimmer und man konnte nicht richtig abdunkeln. Doch im Großen und Ganzen gefiel es mir – es war eben besonders „kuschelig“. Und es war deutlich günstiger als das Nürnberger Hotel. Mein Lieblingsmensch zog erst mal einen Flunsch, doch mit der Zeit gewöhnte er sich daran.

Die erste Handlung in Leipzig war jedoch, ins Paunsdorf-Center zu einem großen Elektronikfachhandel zu fahren und ein neues Navi zu kaufen.  Danach gab’s noch was vom Chinesen zum Abendessen und natürlich ein Eis – ja, ich glaube, ich muss nicht sagen, dass ich in diesem Urlaub ordentlich Gewicht zugelegt habe.

13. Juli 2019

Den ersten vollen Tag in Leipzig wollten wir etwas ruhiger angehen. Nachdem das Frühstücksbuffet uns geschmeckt hatte (Die hatten Wassermelone! <3), machten wir uns auf zur nächsten Bushaltestelle, die nur wenige Gehminuten vom Hotel entfernt lag. Ich kämpfte ein wenig mit der App des Verkehrsverbunds, doch schließlich kamen wir am Leipziger Hauptbahnhof an, wo wir hinwollten. Das Ziel war heute, eine sehr gechillte Hop-on-Hop-off-Bustour zu machen. Ja, ich weiß, das ist vielleicht nicht unbedingt besonders abenteuerlich, aber wir kannten Leipzig nicht und wollten erst mal einen Überblick über die Stadt bekommen. Wir fanden die Busse auch gleich und bekamen als Student und Schwerbehinderte noch Rabatt.

Die Tour war interessant. Wir erfuhren viele Details und kamen sogar an dem Haus vorbei, in dem Angela Merkel als junge Physikstudentin gewohnt hatte. Ja, solche Details völki namenloserfährt man natürlich nur auf so einer Touri-Bustour. Am Völkerschlachtsdenkmal stiegen wir schließlich aus. Ich witterte erneut meine Chance, Postkarten und einen Magnet zu bekommen – und ich sollte recht behalten. Außerdem machten wir viele Fotos von dem gigantischen Mahnmal (es ist 91 Meter hoch!).

Mit dem Bus fuhren wir gegen Mittag zurück zum Hauptbahnhof und gönnten uns einen kleinen Mittagssnack. Die ganze Zeit über begegneten wir jungen Leuten mit Regenbogenflaggen und ich wurde neugierig. Zufällig erfuhr ich, dass heute der CSD in Leipzig stattfinden sollte. Das sollten wir später auch noch hautnah miterleben. Denn als wir wieder in den Bus stiegen, musste dieser anhalten, weil der CSD-Umzug die Straße kreuzte. Ganz ehrlich, in diesem Moment wäre ich am liebsten aus dem Bus gestiegen und mitgelaufen, aber das ging aus verschiedenen Gründen nicht, die ich jetzt hier nicht breittreten möchte. Jedoch habe ich mir vorgenommen, irgendwann mal bei einem CSD teilzunehmen. Bis dahin brauche ich aber noch eine passende Flagge. ;)

Als der Bus nach etwa 15 bis 20 Minuten weiterfahren konnte, blieben wir bis zur Deutschen Nationalbibliothek (DNB) sitzen und stiegen schließlich aus. Ich war total dnb namenlosaufgeregt, hatte ich doch während meiner Berufsausbildung viel über die DNB gehört. Jetzt betrat ich dieses Gebäude wirklich. Wir wurden auch sofort von einer hilfsbereiten Dame angesprochen und zum Infoschalter geschickt, wo sich jemand für uns Zeit nahm. In den Lesesaal rein durften wir zwar nicht, nur von außen reinschauen, aber es war trotzdem ein magisches Gefühl an solch einem besonderen Bücherort zu sein. Anschließend sahen wir uns selbst noch ein wenig im Gebäude um und besichtigten einen interessante Ausstellung.

Am Abend besuchten wir noch eine leckere (aber nicht gerade günstige) Pizzeria am Ende unserer Straße, deren gepflegtes Gebäude so gar nicht in die heruntergekommene Gegend passen wollte.

14. Juli 2019

Ein Sonntag im Zoo. Darüber gibt’s ein berühmtes Lied von den Toten Hosen (wenn ich mich nicht täusche). Und genau das haben wir auch gemacht. Da die Läden geschlossen waren, fuhren wir in den Leipziger Zoo – und waren begeistert. Dieser war riesig und brücke namenlosrichtig toll angelegt. Er besaß ein gigantisches Tropenhaus, in dem ich mich überreden ließ, den Baumwipfelpfad abzulaufen – auf wackeligen Hängebrücken ging es dort von Baum zu Baum. Ich mit meiner Höhenangst machte mir da fast ins Höschen. :D

Ein ganz besonders Highlight war aber der Elefantentempel. Nicht nur, weil Elefanten meine absoluten Lieblingstiere sind, sondern auch, weil diese ein Baby hatten. Der kleine Elefantenbulle Bên Lòng war so süß, dass ich mich gar nicht mehr losreißen konnte.

elephanten namenlosNatürlich musste ich mir am Elefantenshop was mitnehmen: eine kleine Elefantenfigur für meine Sammlung an Elefantengegenständen in meiner Wohnung und zwei Postkarten, auf denen der knuffige Elefantenjunge zu sehen war.

Ganz am Schluss gingen wir noch ins Koalahaus. Ich hatte noch nie einen echten Koala gesehen und war total begeistert von den süßen Tierchen.koala namenlos

Am Abend wollten wir eigentlich noch „Deepwater Horizon“ mit Mark Wahlberg in der Hauptrolle anschauen und ich war auch wirklich an dem Film interessiert, doch ich war so müde, dass ich immer wieder einnickte und den halben Film verschlief. Ich glaube, mein Lieblingsmensch war darüber not amused, aber ich war einfach zu müde.

15. Juli 2019

An unserem dritten Leipzigtag waren wir uns zunächst uneinig, was wir unternehmen sollten. Ich wäre nochmal gerne in die Innenstadt gefahren, um die Stadt zu Fuß zu erkunden, doch mein Lieblingsmensch hatte nicht so viel Lust darauf. Also suchten wir nach einer anderen Lösung. Wir kamen darauf, dass Halle (Saale) ja ganz in der Nähe lag und der Lieblingsmensch brachte in Erfahrung, dass es dort ein Schokoladenmuseum der Schokomanufaktur Halloren gab. Bei Schokolade wurde ich natürlich sofort hellhörig – also entschieden wir uns, den heutigen Tag in Halle (Saale) zu verbringen.

Wir setzten uns in unseren kleinen Flitzer und düsten los in Richtung Sachsen-Anhalt. Nach etwa 25 Minuten Fahrt erreichten wir die Halloren-Fabrik. Die Dame an der Kasse des Museums sagte uns, dass wir mit der Eintrittskarte bei einem Kauf im Shop 10 % Rabatt bekämen. Da ich sowieso vorhatte, mir etwas im Shop mitzunehmen, freute ich mich natürlich sehr darüber.

Das Museum war nicht besonders groß, ABER man konnte bei der Herstellung der hallorenkugeln namenlosOriginal Halloren Kugeln (eine Art gefüllte Pralinen) zusehen und man konnte auch alle Sorten kostenlos probieren. Ich probierte natürlich sofort alles durch (wer lässt sich schon kostenlose Schoki entgehen), bis mir irgendwann schlecht wurde und ich aufhören musste. :D

Im Übrigen gab es dort auch einen Raum, der komplett aus Schokolade gestaltet war. Hier ein paar Bilder davon:

 

 

Der Shop stellte sich als überraschend günstig heraus und wir kauften sofort kräftig ein. Die Schokolade von Halloren hat uns übrigens so gut geschmeckt, dass wir beschlossen, irgendwann mal eine Großbestellung in deren Online-Shop aufzugeben. Und nein, ich bekomme kein Geld dafür, das zu schreiben. :D

Den Nachmittag, an dem es Bindfäden regnete, verbrachten wir in einem Hallener Kino bei „Pets 2“. Es tat gut, sich einfach mal zurückzulehnen und einen guten Film mit einer Tüte Popcorn zu genießen.

16. Juli 2019

Schließlich hieß es, goodbye Saxony. Wir reisten weiter über Thüringen nach Hessen. Natürlich hörten wir wieder das Bud-Spencer-Hörbuch und hatten uns erneut eine Zwischenetappe überlegt. Welche das war, erfährst du nächsten Sonntag im 3. Teil meines Reiseberichts.


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4 Kommentare zu “Unsere Deutschlandtour 2019 – Teil 2

  1. Leipzig ist wirklich toll. War da schon öfters, nur nie im Zoo. Das will ich nächsten Monat nachholen. Bin da auf nem Konzert und will dann vorher in den Zoo. 😊
    Tolle Reiseberichte. Lese fleißig mit.
    Grüße, Katharina

    Gefällt 1 Person

    • Für mich war es das erste Mal in Leipzig. :) Ist wirklich eine tolle Stadt. Ja, der Zoo ist echt sehenswert. Ich wünsche dir viel Spaß dort und natürlich auch auf dem Konzert. Freut mich, dass dir meine Reiseberichte gefallen.

      Liebste Grüße
      Myna

      Gefällt 1 Person

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