Rezension | „Der Kater unterm Korallenbaum, oder: Wünschen will gelernt sein“ von Christina Löw

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Titel: Der Kater unterm Korallenbaum, oder: Wünschen will gelernt sein Der Kater unterm Korallenbaum_christina-loew(Märchenspinnerei, Band 17)
Autorin:
Christina Löw
Genre: Märchenadaption, fantastische Realität, Urban Fantasy
Verlag:
Selfpublishing
Seiten: 312 S.
Jahr:
2019
ISBN: 978-3964434180
Format: Kindle E-Book (auch als Taschenbuch erhältlich)
Preis:
3,99 € (bzw. 12,99 €)
Offizielle Website: *klick*

Klappentext

Drei Geschwister
Zwei Kulturen
Ein Kater

Yuki würde sich am liebsten nur auf ihre Design-Karriere konzentrieren, doch die Realität sieht anders aus: In der Agentur muss sie sich mit eifersüchtigen Kolleg*innen herumschlagen und das Familienessen am Wochenende wird von Auseinandersetzungen mit ihren älteren Geschwistern überschattet. Als dann auch noch ihr Vater stirbt und sie Familienkater Sasuke erbt, gerät ihre Welt vollends aus den Fugen. Denn der Kater kann nicht nur sprechen, er mischt sich mit seinen magischen Pfoten auch gern in alle Bereiche ihres Lebens ein … selbst in Sachen Liebe.

Der gestiefelte Kater einmal anders. In »Der Kater unterm Korallenbaum, oder: Wünschen will gelernt sein« spinnt Christina Löw aus Elementen des grimmschen Märchens eine moderne Fabel über Geschwisterstreit und Familienbande, zweite Chancen und den Umgang mit Verlust sowie die Suche nach der eigenen Identität.

17. eigenständiger Roman der Märchenspinnerei.

Meine Meinung

Nachdem ich vor einem guten Jahr bereits Christina Löws Debüt „Träume voller Schatten“ gelesen hatte, das mir echt gut gefiel (Rezension), habe ich mich sehr gefreut, auch von ihrem zweiten Roman „Der Kater unterm Korallenbaum, oder: Wünschen will gelernt sein“ ein Rezensionsexemplar zu ergattern. Hiermit nochmals vielen Dank an die Autorin, die mir ihr Buch zur Verfügung gestellt hat.

In dieser Geschichte geht es um Yuki, die zwar in Deutschland geboren wurde, aber japanische Wurzeln hat. Man erfährt viel über die japanische Kultur und Lebensweise. Hier hat die Autorin hervorragende Arbeit geleistet, denn der Roman ist so gut recherchiert, dass man denken könnte, Christina Löw stamme selbst aus Japan oder hätte wenigstens dort gelebt. Die vielen japanischen Begriffe, mit denen die Geschichte gespickt ist, werden am Schluss in einem Glossar erklärt. Jedoch lässt die Autorin, wenn es die Story zulässt, auch immer wieder Erklärungen in der Geschichte einfließen, damit man nicht jedes Mal zum Ende hüpfen muss, um das Wort nachzuschlagen. Ich finde das perfekt gelöst.

Was die Figuren betrifft, fand ich Yuki eine sympathische Protagonistin, die ich sofort ins Herz geschlossen habe. Ich habe von der ersten Seite an mit ihr mitgefiebert, mit ihr gelitten, als ihr Vater starb und auch später als es ihr miserabel ging und ich war am Ende wirklich stolz auf sie, wie sie all ihre Probleme angepackt und gelöst hat. Ja, ich habe mich gefühlt, als wäre Yuki eine Freundin von mir, die ich auf der Suche nach dem Glück und der eigenen Identität begleiten durfte.

Isabel, ihre große Liebe, konnte ich irgendwie schlecht einschätzen. Sie kam zwar ganz nett rüber, aber irgendwie konnte ich sie nicht ganz greifen. Trotzdem war ich froh, dass Yuki sie in ihrem Leben hat und ich habe mich gefreut, dass ein lesbisches Pärchen in der Geschichte vorkommt. Meiner Meinung nach gibt es immer noch viel zu wenig lesbische Liebe in der Buchwelt.

Sasuke ist ganz schön frech, aber irgendwie fand ich den Kater trotzdem toll. Auch wenn er zunächst zulässt, dass Yuki ins Unglück stürzt, hat er ihr wieder aus ihrer schweren Situation heraus geholfen. Ich habe mich jedes Mal gefreut, wenn er in der Geschichte vorkam und wenn er verschwunden war, überkam mich ein beklemmendes Gefühl und ich hatte richtig Bammel, dass er gar nicht mehr auftauchen könnte.

Yukis ältere Geschwister Hayate und Izumi bereiten ihrer kleinen Schwester zunächst ziemliche Probleme. Ich habe die ganze Zeit über gehofft, dass sie sich irgendwann aussprechen und versöhnen.

Ganz toll fand ich auch Akiko, Yukis Tante aus Japan. Sie kam sehr liebenswürdig und entspannt rüber, hilft Yuki, als es ihr schlecht geht und bringt ihr das Zeichnen mit Tusche bei, das für Yuki am Ende noch eine wichtige Rolle spielt.

Die Handlung ist abwechslungsreich und spannend geschrieben. Mir gefiel der Schreibstil der Autorin außerordentlich gut. Christina Löw hat es geschafft, Yuki aus einer scheinbar ausweglosen Situation zu ihrem ganz persönlichen Glück zu führen.

Ich denke, ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage, dass das Buch ein Happy End hat. Und das Ende hat mir hervorragend gefallen. Es ist rund und entlässt den/die Leser/in nicht nur mit einem zufriedenen, sondern einem freudigen Gefühl. Ich habe Yuki das Ende so sehr gegönnt.

Über die Autorin

Christina Löw arbeitet als Übersetzerin, Korrektorin, Lektorin, Journalistin, Autorin, Moderatorin, Schreibcoach und Kunstvermittlerin. Mit „Träume voller Schatten“ veröffentlichte sie 2018 ihr Romandebüt im Rahmen der Märchenspinnerei. Vierzehn Monate später erschien ihr zweiter Roman „Der Kater unterm Korallenbaum, oder: Wünschen will gelernt sein“ als 17. eigenständiger Band der Märchenspinnerei.

Mein Fazit

Ein interessanter Märchenroman mit fantastischen Elementen, die mit der Realität verwoben wurden. Man erfährt viel über die japanische Kultur – ein Muss, (nicht nur) für Japan-Fans. Ich empfehle das Buch gerne weiter. Für mich ganz klar fünf Herzchen.

Meine Bewertung

5herzchen


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2 Kommentare zu “Rezension | „Der Kater unterm Korallenbaum, oder: Wünschen will gelernt sein“ von Christina Löw

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