Rezension | „Als ich Amanda wurde“ von Meredith Russo

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Titel: Als ich Amanda wurde (Originaltitel: If I Was Your Girl)als ich amanda wurde cover
Autorin:
Meredith Russo
Genre: Young Adult
Verlag:
dtv
Seiten: 304 S.
Jahr:
2017
ISBN: 978-3423717496
Format: Kindle E-Book (auch als Taschenbuch verfügbar)
Preis:
8,99 € (TB: 10,95 €)
Offizielle Website: *klick*

Klappentext

„Über die erste Liebe und die Angst, nicht akzeptiert zu werden

Amanda Hardy hieß nicht immer Amanda. Früher war sie Andrew. Jetzt hat sie endlich die Operationen hinter sich und ist auch biologisch ein Mädchen. Bei ihrem Vater in Tennessee, wo niemand sie kennt, möchte sie ein neues Leben beginnen. Zunächst scheint das auch zu klappen: Plötzlich gibt es Freundinnen statt Mobbing und bewundernde Blicke von Klassenkameraden. Doch dann verliebt sich Amanda. So richtig. Mit Grant erlebt sie eine wunderschöne Zeit. Er vertraut ihr und eigentlich will Amanda auch ihm vertrauen und ihm von ihrem früheren Leben erzählen. Nur wie? Amanda setzt auf Zeit – ein gefährliches Spiel …“

Meine Meinung

Da ich mich für queere Themen sehr interessiere, hat mich dieser Roman sofort angesprochen. Er verweilte nur eine kurze Zeit auf meiner Wunschliste, ehe ich ihn mir auf meinen Kindle lud.

Das Cover zeigt ein (Trans?)Mädchen, das über die Schulter in die Kamera schaut. Darüber liegt der Titel „Als ich Amanda wurde“. Ich fand sowohl Titel als auch Cover ansprechend gewählt.

Wie schon im Klappentext (der meiner Meinung nach nicht so toll geraten ist, aber darüber lässt sich streiten) erwähnt, ist Amanda ein Transmädchen, das bereits alle geschlechtsangleichenden Operationen hinter sich hat und eine Hormonersatztherapie macht. Was mir an der Übersetzung nicht so gut gefallen hat, war, dass dort von einer „Geschlechtsumwandlung“ anstatt einer „Geschlechtsangleichung“ gesprochen wird.

Die Geschichte beginnt damit, wie Amanda zu ihrem Dad zieht. Sie hat große Probleme damit, sich selbst zu lieben und als ein „ganzes Mädchen“ zu erachten. Sie trägt ständig das Geheimnis ihrer Transsexualität mit sich herum und vertraut sich lange niemandem an. Ihr Passing ist perfekt, d. h. alle sehen in ihr ein Mädchen. Keiner kommt auf die Idee, dass sie im Körper eines Jungen geboren wurde. Als sie sich in Grant verliebt, sorgt sie sich sehr darum, wie er reagieren könnte, wenn er ihr Geheimnis herausfindet. Das zieht sich durch die ganze Geschichte.

Ich fand die Liebesgeschichte mit Grant ein bisschen zu „instant love“-mäßig. Es geht alles sehr schnell und scheint auch viel zu perfekt. Amanda hat leider keine wirklichen Ecken und Kanten, was mich ein bisschen gestört hat. Die anderen Charaktere sind da vielschichtiger. Da hat jeder so sein kleines Geheimnis, das irgendwann in der Geschichte herauskommt.

Obwohl die Geschichte hauptsächlich von Amandas „neuem Leben“ in Lambertville, dem Wohnort ihres Vaters, handelt, finden sich an den Enden der Kapitel immer wieder Rückblenden (die auch als solche gekennzeichnet sind). Das fand ich sehr schön gelöst, denn so ist man trotzdem bei Amandas wichtigsten Erlebnissen in der Vergangenheit dabei. Man sieht, dass Amanda es nie leicht hatte.

Trotzdem hatte die Geschichte für mich teilweise zu wenig Konflikt und war fast ein bisschen langweilig. Erst im letzten Drittel kommt richtig Ärger auf, was spannend war und mir gut gefallen hat. Der Schluss hingegen war okay. Ich hätte ein anderes Ende der Geschichte bevorzugt, aber ich fand es jetzt auch nicht völlig unpassend.

Abschließend möchte ich bemerken, dass ich es wichtig finde, dass über solche Themen aufgeklärt wird. Es gibt viele Romane über Schwule, einige über Lesben, aber fast gar keine wirklich guten über Transgender. Deshalb lege ich dieses Buch jedem ans Herz, der mehr über das Thema erfahren möchte.

Über die Autorin

Meredith Russo wurde in den Achzigerjahren geboren. „Als ich Amanda wurde“ ist ihr Debütroman, der von einem Transgendermädchen erzählt. Da Russo selbst eine Transfrau ist, hat sie ihre eigenen Erfahrungen einfließen lassen. Ihr zweiter Roman „Birthday“ erschien 2019 in den USA. Die Autorin lebt mit ihrer Frau und zwei Kindern in Chattanooga, Tennessee, USA.

Mein Fazit

Ein tiefgründiger und wichtiger Young-Adult-Roman, der über Transsexualität aufklärt. Ich empfehle ihn gerne weiter und vergebe vier von fünf Herzchen.

Meine Bewertung

4herzchen


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