Habe ich die „7 Dinge“ geschafft?

Übermorgen ist es soweit: Mein 30. Geburtstag steht an und ich werde endlich den Brief öffnen, den ich mir vor einem Jahr geschrieben habe. Ich bin schon sehr gespannt darauf.

Letztes Jahr zu meinem 29. Geburtstag habe ich mir ja sieben Ziele gesteckt, die ich erreichen wollte, bis ich 30 werde. Auch wenn es noch zwei Tage hin sind, möchte ich bereits jetzt auflösen, ob ich die „7 Dinge, die ich tun will, bevor ich 30 werde“ geschafft habe.

Habe ich die geschafft_

Warnung: Dieser Beitrag wird ein bisschen länger als gewöhnlich. Also, mach es dir gemütlich, schnapp dir eine Tasse Tee oder Kaffee und kuschle dich in eine warme Decke.

Triggerwarnung: Selbstverletzung

Folgende sieben Dinge habe ich mir vorgenommen:

  1. Täglich meditieren
  2. Meine Zukunftsvision festlegen
  3. Meinen inneren Kritiker zähmen
  4. Mehr Bewegung
  5. Meine Lieben mehr in mein Leben integrieren
  6. Meine Grenzen stecken
  7. Mein inneres Glück finden

Das tägliche Meditieren hat schon mal nicht geklappt. Am Anfang lief es wirklich noch recht gut. Jeden Abend, vor dem Zubettgehen, habe ich mir ein paar Minuten Zeit fürs Meditieren genommen. Doch in den letzten Wochen und Monaten kam die Meditation immer wieder zu kurz. Definitiv eine Sache, die ich noch dringend mehr in mein Leben integrieren muss.

Genauso das Thema Bewegung. Ich bewege mich viel zu wenig und kann mich einfach nicht dazu aufraffen, etwas Sport oder zumindest sowas wie Yoga oder Pilates zu machen. Immer wieder habe ich es versucht, doch ist es nach wenigen Tagen wieder eingeschlafen.

Was meine Zukunftsvision betrifft, bin ich besser vorbereitet. Ich habe mir viele Gedanken darüber gemacht, was ich in den nächsten Jahren erreichen möchte. Recht schnell wurde mir klar: Ich will schreiben. Und zwar so viel wie möglich. Das Schreiben war schon immer ein wichtiger Punkt in meinem Leben und ich möchte ihn noch wichtiger machen. Ja, ich habe mich entschlossen, dass ich in den nächsten fünf Jahren mit dem Schreiben Geld verdienen möchte. Nicht davon leben können, das wäre utopisch. Aber wenigstens ein kleines Taschengeld dazuverdienen, denn ich kann jeden Cent gebrauchen.

Ansonsten würde ich gerne eine bessere Bloggerin und Authortuberin werden. Meine Blogs leiden in letzter Zeit ein bisschen und auf YouTube habe auch noch nicht die Reichweite, die ich gerne hätte. Das möchte ich in den kommenden fünf Jahren ändern. Wäre natürlich schön, wenn ich an meinem 35. Geburtstag um die 1000 Abonnenten bei YouTube hätte. Aber auch mit 500 wäre ich schon mehr als glücklich. Momentan sind es 57. *hust* Aber jeder fängt ja mal klein an, nicht wahr? ;-)

Ich habe ja erst vor kurzem wieder mit dem Vloggen angefangen und daher muss ich noch viel lernen und mir vielleicht irgendwann auch besseres Equipment kaufen. Ich liebäugle mit einem digitalen Camcorder. Ich habe eine Videokamera, aber die ist noch mit so kleinen Kassetten und ich habe Probleme, die Aufnahmen auf den PC zu spielen. Deshalb nehme ich immer meine normale Digitalkamera, die eigentlich mehr aufs Fotografieren ausgelegt ist.

Meinen inneren Kritiker habe ich tatsächlich zähmen können. Noch nicht zu 100 %, ab und zu schleicht er sich doch wieder ein, aber im Großen und Ganzen lässt er mich in Ruhe. Ich habe gelernt, mich selbst anzunehmen und zu mögen; vor allem dadurch, dass ich dieses Jahr etwas Wichtiges an meiner Identität akzeptiert habe. Was das ist, möchte ich noch nicht offen sagen, weil bisher noch so gut wie niemand davon weiß. Ich muss erst mal selbst damit klar kommen, bevor ich offen darüber spreche.

Natürlich habe ich trotzdem noch Zeiten, in denen ich mich selbst nicht leiden kann. Das hängt sicher auch mit meinen psychischen Problemen zusammen. Dass man sich nicht gerade liebt, wenn der Kühlschrank leer ist, man sich aber nicht zum Einkaufen traut, kann wohl jeder nachvollziehen. Aber ich bin soweit, dass ich mir solche Dinge verzeihen kann. Ich habe mich in den letzten 12 Monaten enorm verändert. Sowohl innerlich, als auch äußerlich. Nicht jeder kommt damit klar, aber das ist okay. Ich habe liebe Menschen in meinem Leben, die mir unendlich wichtig sind.

Wobei wir schon beim nächsten Punkt wären: Meine Lieben mehr in mein Leben integrieren. Das habe ich ziemlich gut umsetzen können. Ich habe mich mindestens einmal im Monat mit meinen Eltern getroffen, habe fast den ganzen Juli und eine Woche im August mit dem Lieblingsmensch verbracht (unsere gemeinsamen Wochenenden kommen natürlich noch hinzu). Ich habe Freunde und Menschen, die mir etwas Gutes getan haben, mit Post überrascht, um ihnen zu zeigen, wie wichtig sie mir sind und wie dankbar ich bin, sie in meinem Leben haben zu dürfen.

Ich möchte das in den nächsten fünf Jahren aber noch ausbauen. Vor allem möchte ich regelmäßiger Kontakt zu meiner Schwester halten. Die vermisse ich doch sehr und sehe sie leider nicht so oft, wie ich gerne würde (vielleicht fünf Mal im Jahr). Auf WhatsApp schreibt man sich zwar hin und wieder, aber das könnte auch öfter sein. Natürlich ist mir auch klar, dass meine Schwester einen Job hat, der viel Energie und Kraft verlangt. Und am Wochenende ist sie mit ihrem Freund unterwegs. Das gönne ich ihr ja auch. Trotzdem fehlt sie mir.

Meine Grenzen zu stecken, habe ich in diesem Jahr auch gelernt. Ich habe Menschen losgelassen, die mir nicht gutgetan haben. Ich habe gelernt, Nein zu sagen, auch wenn andere dann enttäuscht sind. Man kann es nicht immer jedem recht machen. Das war eine Sache, die ich lernen musste, auch wenn es manchmal wirklich wehtat. Nein zu sagen fällt mir noch immer schwer, aber ich habe es in manchen Situationen, die mir über den Kopf gewachsen sind, getan und es nicht bereut. Im Gegenteil, ich bin stolz darauf und will das Neinsagen auch weiterhin „trainieren“.

Das letzte Ziel war, mein inneres Glück zu finden. So etwas kann man nicht erzwingen. Und gerade, wenn man psychisch angeschlagen ist, gibt es eben auch viele Regentage im Leben. Ich würde mich in diesem Jahr aber glücklicher einschätzen, als noch vor einem Jahr. Ich habe mich im ganzen Jahr, wenn ich mich richtig erinnere, nur einmal selbst verletzt. Das ist ein riesen Fortschritt. Arbeitsfähig bin ich zwar immer noch nicht, aber ich liege auch nicht mehr den ganzen Tag nur im Bett und grüble vor mich hin. Ich suche mir Aufgaben, nutze meine Zeit sinnvoll (vor an den Tagen, an denen es mir besser geht) und setze mir Ziele. Ich versuche, meinen Horizont zu erweitern, knüpfe neue Kontakte und arbeite an der Erfüllung meiner Träume.

Und vor allem eines habe ich in diesem Jahr gelernt: Egal, was passiert, man darf NIEMALS aufgeben. Denn sonst hat man schon verloren. Rückschläge gibt es immer.

Um es abschließend mit Churchills Worten zu sagen:

„Die Kunst ist es, einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird.“

PS: Auf Instagram veröffentliche ich gerade einen Rückblick auf die letzten zehn Jahre meines Lebens. Jeden Tag vom 1. bis 11. Oktober 2019 gibt es ein Foto und eine kleine Jahreszusammenfassung. Du findest die Beiträge unter dem Hashtag #mynaturns30 oder direkt auf meinem Instagram-Account.


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7 Kommentare zu “Habe ich die „7 Dinge“ geschafft?

  1. Die wichtigsten Dinge scheinst du ja umgesetzt zu haben. Ich glaube wegen Meditation und Bewegung solltest du dich nicht stressen. Vllt hast du noch nicht deinen Weg gefunden. Ich finde zb die Meditation nach dem Yoga furchtbar und mach es einfach nicht mehr, weil es mir den Spaß geraubt hat. Dafür zeichne ich ohne Ablenkung und in Stille. Da kriege ich den Kopf am besten frei. Bei jedem klappt was anderes.
    Grüße, Katharina
    Ps: Ich such dich mal auf Insta. 😋

    Gefällt 1 Person

    • Danke für deinen Kommentar und das Folgen bei Insta (bin dir gleich mal zurückgefolgt ^^). Ja, da könntest du recht haben. Für mich ist das Schreiben teilweise ja auch dafür da, den Kopf frei zu kriegen. Oder einfach nur im Bett liegen und vor mich hindösen, mache ich sehr gerne und leider viel zu häufig. *kicher*

      Ganz liebe Grüße
      Myna

      Gefällt 1 Person

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