Kurztrip nach Regensburg

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Erst einmal möchte ich mich bei dir entschuldigen, dass letzte Woche so wenig auf meinem Blog los war. Das hatte zwei Gründe, die so in meinen Alltag eingeschnitten haben, dass es mir nicht möglich war, regelmäßig zu bloggen.

Grund Nr. 1: Ich war ziemlich mit dem NaNoWriMo beschäftigt.

Grund Nr. 2: Ich war vom 11. bis 13. November 2019 in Regensburg.

Wie’s da war? Das erzähle ich dir in diesem kurzen Reisebericht.

Kurztrip nach

Am 11. November 2019 wachte ich um sechs Uhr morgens auf. Da es im Bett aber so schön warm und draußen kalt und dunkel war, blieb ich aber noch eine Stunde liegen, ehe ich mich kurz vor sieben aus den Federn schälte. Ich hatte viel vor. Zum einen wollte ich noch ein bisschen schreiben, da ich vermutete, im Urlaub nicht sonderlich viel Zeit für den NaNoWriMo zu haben. Zum anderen musste ich noch meinen Koffer packen, da ich am Tag davor zu müde gewesen war. Ich beschloss, mit letzterem anzufangen und als ich damit fertig war, blieb mir gerade noch Zeit, um im Eiltempo zu frühstücken, meine Morgentoilette zu erledigen und ein kurzes Update für meinen Vlog zu drehen.

Kurz vor acht schrieb mir mein Lieblingsmensch, dass er gleich losfahren um etwa neun Uhr bei mir sein würde. Ich machte mich also bereit, legte einen Zahn zu. Zwanzig Minuten später piepte mein Handy erneut. Der Lieblingsmensch fand seinen Geldbeutel nicht. „Verdammt!“, entfuhr es mir. Was sollten wir jetzt tun? Ohne Geldbeutel konnte er ja schlecht verreisen. Er meinte, er hätte bereits seine ganze Bude auf den Kopf gestellt, der Geldbeutel blieb verschwunden. Ich versuchte, ihm Tipps zu geben, wo er noch suchen könnte, doch ohne Erfolg – dann, um halb neun der Gedankenblitz: Der Geldbeutel könnte im Koffer sein! Und diesmal wurde der Lieblingsmensch fündig. Ich kann euch gar nicht sagen, wie erleichtert ich war. Ich hatte echt einen Schreck bekommen.

Kurz nach neun war der Lieblingsmensch dann wirklich bei mir und wir düsten los in Richtung Regensburg. Bei uns herrschte schönstes Wetter, doch je näher wir der bayerischen Landesgrenze kamen, desto grauer und nebliger wurde es. Ursprünglich hatten wir einen Zwischenstopp im Augsburger Zoo oder Botanischen Garten einlegen wollen, aber bei dem Nebel und etwa 2,5 °C überlegten wir es uns anders. Stattdessen beschlossen wir, über Ulm zu fahren und dort ins Blautal-Center zu gehen, um uns einen Snack zum Mittagessen zu gönnen. Natürlich entdeckte ich dort eine Buchhandlung. Und natürlich wurde ich sofort fündig. Sowohl Sebastian Fitzeks neuster Thriller „Das Geschenk„, als auch der Horrorroman „Kill Creek“ von Scott Thomas fanden den Weg in meine Tasche. Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste: Ich würde in den folgenden Tagen noch mehr Buchhandlungen betreten, die ich nicht ohne Kauf verlassen wollte.

Nach Ulm ging es weiter in Richtung Bayern. Obwohl die Autobahn nicht auf „vermeiden“ gestellt war, setzte es sich unser Navi in den Kopf, uns über Landstraßen nach Regensburg zu lotsen, weshalb wir erst um fünfzehn Uhr (mit kurzen Pausen) im Hotel ankamen. Mit diesem waren wir übrigens sehr zufrieden. Das Zimmer war hübsch, geräumig und sauber. Das Restaurant bot leckere Speisen zu guten Preisen (das reimt sich, höhö!) und das Frühstücksbuffet war einfach perfekt. Doch dazu später mehr.

Wir beschlossen, doch ein bisschen in die Altstadt zu fahren. Obwohl wir eigentlich zum walhallabahnDom wollten, landeten wir in Stadtamhof und schauten uns die Walhalla-Bahn an. Dann gingen wir noch ein Stück über die Steinere Brücke in Richtung Dom. Da es aber früh dunkel wurde, kehrten wir auf halbem Weg um und beschlossen, uns den Dom am nächsten Tag aus der Nähe anzusehen. Ich kaufte mir noch ein paar Postkarten für meine Sammlung und war selig. Zum Schreiben kam ich an diesem Tag nicht mehr, da ich beim Fernsehen gegen zwanzig Uhr einschlief. :P

Am nächsten Morgen standen wir gegen acht Uhr auf und genossen das reichhaltige Frühstücksbuffet. Es gab alles, was das Herz begehert: Rührei, Kuchen, Croissants, Brezeln, Brötchen, Wurst, Käse, Marmelade, Schokocreme, Joghurt, Quark, Conflakes, Fruchtsäfte, hartgekochte Eier, etc.

dominnen.JPGAls wir uns satt gegessen hatten, machten wir uns auf den Weg zum Dom. Ich freute mich darauf besonders, denn ich bin ein großer Fan von religiösen Gebäuden, da mir die Architektur und Atmosphäre darin so gefällt. Besonders gerne mag ich Gothickathedralen – was auf den Regensburger Dom definitiv zutrifft. Schon von außen war er äußerst beeindruckend, doch als wir ihn betraten, zog er mich ganz in seinen Bann. Die hohen Deckenbögen, der Altar, die Wandgemälde und Figuren, das gedämpfte Licht – all das bescherte mir eine Gänsehaut.

domaußen.JPGNachdem ich vom Dom einige Bilder gemacht hatte, entdeckte ich eine Buchhandlung. Oder besser gesagt: Ich entdeckte einen dicken Bildband über The Beatles. Für alle, die es noch nicht wissen: Ich vergöttere The Beatles seit gut fünfzehn Jahren. Zu meiner Freude kostete der Bildband gerade einmal 14,99 Euro, das war ja ein Schnäppchen. Auch wenn ich ein schlechtes Gewissen hatte, schon wieder ein Buch zu kaufen, entschied ich mich dafür und betrat mit dem Bildband, sowie einem Magnet von Regensburg (ich sammle Magnete von Orten, die ich besuche), den kleinen Laden. Der Lieblingsmensch schüttelte darüber nur den Kopf. Er kann nämlich weder mit Büchern, noch The Beatles etwas anfangen. :D

steinerne brücke.JPGAnschließend durchquerten wir die Altstadt, in der bereits der Weihnachtsmarkt aufgebaut wurde, und fanden uns irgendwann am Ufer der Donau wieder. Ich machte ein paar Fotos von dem fließenden Gewässer und der Steinernen Brücke. Dann fiel mir ein, dass ich ja Rüdiger, meine kleine Elefantenfigur, die als Objekt für die Fotoaktion „22 Wochen – 1 Objekt“ dient, dabei hatte. Natürlich musste dieser dann auch noch vor ein paar Sehenswürdigkeiten posieren.

Schließlich kroch uns so die Kälte und Nässe in die Knochen, dass wir beschlossen, den restlichen Tag im Einkaufscenter „Arcaden“ zu verbringen, sowie ins Kino zu „Das perfekte Geheimnis“ (toller Film!) zu gehen. Das waren zwar Dinge, die wir auch zu Hause hätten tun können, doch wir schlendern beide gerne durch Läden und setzen uns in Eiscafés, deshalb war das „Arcaden“ wie gemacht für uns. Das letzte Mal im Kino waren wir tatsächlich in unserem Urlaub im Juli, weshalb das für uns auch etwas Besonderes ist.

Im Einkaufscenter stieß ich auf einen Hugendubel und konnte nicht widerstehen. Diesmal fiel meine Wahl auf die beiden Thriller „Lieblingskind“ von C. J. Tudor und „Nie mehr zurück“ von Vivian Vande Velde.

Am Abend kehrten wir noch ins Restaurant in unserem Hotel ein und aßen ein leckeres Schnitzel „Wiener Art“ mit Bratkartoffeln und Preiselbeeren. Auch an diesem Tag war ich wieder früh müde und nachdem wir noch ein bisschen Galileo Big Pictures geschaut hatten, löschten wir gegen zweiundzwanzig Uhr das Licht.  Wieder hatte ich keinen Buchstaben geschrieben.

Dann kam schon der Tag der Abreise und Regensburg machte ihrem Namen alle Ehre, denn es goss in Strömen. Je näher wir in unsere Heimat kamen, desto schöner wurde das Wetter. Wir hatten erst noch überlegt, ob wir auf dem Rückweg noch einen Ausflug machen sollten, doch schließlich beschlossen wir, dass der Lieblingsmensch noch ein bisschen mit zu mir kam und wir zusammen den Tag ausklingen lassen würden. Das hat dann für uns beide gepasst.

Eigentlich wollte ich abends noch schreiben, ich hatte ja einiges aufzuholen, doch ich war dann doch zu müde. Mittlerweile kann ich aber verraten, dass ich mein Wortdefizit an diesem Wochenende aufgeholt habe. Und ich glaube, die Auszeit vom NaNoWriMo hat mir wirklich gutgetan, auch wenn es mir zunächst schwerfiel, wieder ins Projekt reinzukommen.

Warst du schon mal in Regensburg? Unternimmst du gerne Städtetrips oder Kurzurlaube? Wo soll deine nächste Reise hingehen?


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5 Kommentare zu “Kurztrip nach Regensburg

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