Nomen est omen! | Bloggen für Anfänger #3

Willkommen zurück zu meiner Artikelreihe „Bloggen für Anfänger  |  In 10 Schritten zum eigenen Blog“, eine Art Starthilfe für angehende Blogger. Hier lernst du, wie du einen privaten Blog erstellen kannst.  Einen Blog zu schreiben ist gar nicht so schwer, wie du vielleicht glaubst. Und das Beste: Einen Blog erstellen kannst du kostenlos, z. B. auf WordPress oder Blogger.com.

Heute soll es darum gehen, wie du einen geeigneten Namen für deinen Blog findest. Da gibt es ein paar Dinge zu beachten, die ich dir hier darlegen möchte.

Vom 3. Februar bis 6. April 2020 werde ich immer montags einen neuen Teil der Artikelreihe posten. Falls du keinen Beitrag verpassen möchtest, folge mir gerne per E-Mail oder WordPress (siehe Menü rechts). Dann bekommst du eine Benachrichtigung in dein E-Mail-Postfach, wenn es einen neuen Beitrag auf meinem Blog gibt (das Ganze ist natürlich kostenlos und du kannst dich jederzeit mit einem Klick und ohne Angabe von Gründen wieder abmelden).

Noch zwei Anmerkungen:

  1. Man kann sowohl „der Blog“, als auch „das Blog“ sagen. Ich werde im Folgenden die maskuline Form verwenden.
  2. Bitte sieh mir nach, dass ich Berufsbezeichnungen und dergleichen nicht gendere. Ich stolpere selbst beim Lesen öfters über gegenderte Begriffe und finde, sie verkomplizieren einen Text. Deshalb, der Einfachheit wegen, nutze ich die maskuline Form. Weibliche und diverse Personen sind natürlich ebenso angesprochen.

Hier die Artikelreihe im Überblick:

  1. Schritt (03.02.2020): Hast du das Zeug zum Blogger?
  2. Schritt (10.02.2020): Bloggen? Gern, bloß worüber?
  3. Schritt (17.02.2020): Nomen est omen!
  4. Schritt (24.02.2020): Zielgruppe? Kann man das essen?
  5. Schritt (02.03.2020): Die Konkurrenz schläft nicht!
  6. Schritt (09.03.2020): Blogssystem: WordPress.com oder Blogger.com?
  7. Schritt (16.03.2020): Layouts machen Blogs!
  8. Schritt (23.03.2020): Wie finde ich Leser?
  9. Schritt (30.03.2020): SEO – Google ist dein Freund!
  10. Schritt (06.04.2020): Gewappnet für den Start?

In 10 Schritten zum eigenen Blog (4)

Wie soll dein Blog heißen?

Einer der wichtigsten Punkte beim Gründen eines Blogs ist die Namensfindung. Überlege dir gut, wie du deinen Blog nennen möchtest – schließlich wird man dich mit dem Namen in Verbindung bringen. Er ist das Aushängeschild deines Blogs und du solltest dementsprechend Zeit in die Namensfindung investieren.

Doch womit beginnen? Am besten mit deinem Blogthema. Was ist das Hauptthema deines Blogs? Welche Keywords gibt es? Wie könnte man diese in den Blognamen integrieren? Welche Nebenthemen könnten interessant sein und sind aussagekräftig? Und ganz wichtig: Kann man sich den Namen gut einprägen?

Am besten legst du dir eine Liste oder Mindmap mit Keywords an, aus denen du dann eine weitere Liste mit Namensideen erstellst. Hier kannst du deiner Kreativität freien Lauf lassen. Setze die Keywords in unterschiedlichsten Kombinationen zusammen. Welches Wort soll vorne, welches hinten stehen? Wie klingt der Name, wenn man ihn ausspricht?

Natürlich kannst du es dir – so wie ich – auch einfacher machen und deinen Namen oder dein Pseudonym als Blogtitel verwenden. Das mag nicht gerade originell sein, aber dafür simpel. Allerdings solltest du einen Namen haben, den man sich gut merken und der einfach zu schreiben ist (und damit nicht dazu führt, dass die Leute sich ständig vertippen). Heißt du also z. B. Dziecielski oder Xanthopoulos, ist das vielleicht keine so gute Idee (ohne den Polen und Griechen zu nahe treten zu wollen).

Nachdem du mögliche Blognamen gefunden hast, beginnt der lästigere Teil der Namenssuche: das Googlen. Gibt es den Namen schon? Heißt ein anderer Blog, eine Firma, eine prominente Person so? Bitte verzweifle nicht, wenn zunächst all deine Ideen sich als besetzt herausstellen. Du wirst einen Blognamen finden. Experimentiere einfach ein bisschen herum. Du könntest z. B. den Blognamen in eine andere Sprache übersetzen und dann nochmal googlen. Gibt es Synonyme oder Abkürzungen, die du alternativ verwenden könntest?

Hast du dich für einen Namen entschieden, frage deine Freunde und Familie, wie sie ihn finden. Außenstehende Personen verbinden mit einem Blognamen vielleicht etwas ganz anderes als du. Natürlich können sie dir auch helfen, wenn du das Luxusproblem haben solltest, dass selbst nach dem Googlen mehrere deiner Favoriten übrig geblieben sind.

Hier noch fünf Punkte, die du dabei beachten solltest:

1. Blogname als Domainname

Eine Domain (Internetadresse) lässt sich einfacher einprägen, wenn sie gleichzeitig auch der Blogname ist. Hier ist es wieder wichtig, dass es keinen zweiten Blog mit demselben Namen gibt, sonst ist die Domain vermutlich schon vergeben. Eventuell könntest du dann die Top-Level-Domain variieren, also anstatt .de verwendest du .com oder .net. Natürlich kannst du auch einzelne Begriffe mit Bindestrichen verbinden.

Achte darauf, dass der Name kurz und knackig ist. Man rät, nicht mehr als 12 – 15 Zeichen und drei Worte im Blognamen zu verwenden. Ausnahmen bestätigen die Regel.

2. Keyword im Blognamen

Ideal wäre es, wenn dein wichtigstes Keyword im Blognamen und der Domain vorkommt (nicht nur, weil das den Suchmaschinen gefällt). Aber Achtung: Der Name sollte nicht künstlich wirken. Wenn sich deine Keywords nicht in den Namen integrieren lassen, verzichte lieber darauf.

Info nebenbei: Die Passgenauigkeit der Domain zu deinen Keywords nennt man Exact Match Domains (EMD).

3. Eindeutigkeit des Blognamens

Der Blogname sollte eindeutig deinem Blogthema zuzuordnen sein. Wenn jemand den Blogtitel nennt, sollte man gleich wissen, um was für eine Art von Blog es sich dabei handelt, z. B. Autorenblog, Bücherblog, Lifestyleblog, Fashionblog, Reiseblog, etc.

Auch für die Suchmaschinenoptimierung ist das wichtig, da das für die Suchmaschien Klarheit schafft. Wenn noch das Hauptkeyword im Namen und der Domain untergebracht ist, kann man schneller die vorderen Plätze im Ranking erreichen.

4. Blogname lässt sich einfach merken

Wie bereits oben erwähnt, ist es extrem wichtig, dass man sich den Titel einprägen kann. Je einfacher sich der Name merken lässt, desto leichter wird er im Internet gefunden. Gerade für die Mundpropaganda ist es wichtig, dass der Blogname leicht einzuprägen ist. Nichts ist nerviger, als eine komplizierte Domain.

5. Fehlerquellen vermeiden

Achtung bei Fremdwörtern und anderssprachigen Begriffen. Diese bieten gegebenenfalls Potenzial für Fehlerquellen (oder eben auch komplizierte Familiennamen). Auch Wörter, die in der alten und neuen Rechtschreibung anders buchstabiert werden, können falsch geschrieben werden und was ist ärgerlicher als einen Blog nicht zu finden, nur weil man sich vertippt hat?

Zahlen oder gar Zahlkombinationen im Blognamen lassen sich ebenfalls schlecht merken. Man fragt sich zudem, ob die Zahl ausgeschrieben oder als Ziffer verwendet wird. Natürlich gibt es hier auch wieder Ausnahmen.

Denke auch daran, die Umlaute ä, ö und ü als ae, oe und ue im Domainnamen zu vergeben. Zwar kann man Umlaute in Domains inzwischen auch verwenden, doch gerade wenn Leser aus dem Ausland auf deinen Blog zugreifen wollen, kann es zu Problemen kommen. Auf anderssprachigen Tastaturen sind Umlaute nämlich nicht zu finden.

Dieses war der dritte Streich, doch der vierte folgt zugleich

Ich hoffe, du fandest diesen Artikel hilfreich. Wenn ja, würde ich mich über ein Like und/oder Kommentar freuen. Und falls du jemanden kennst, dem dieser Artikel ebenfalls weiterhelfen könnte, empfiehl mich gerne weiter.

Nächste Woche werden wir uns mit dem Thema Zielgruppe beschäftigten. Das wird ein kürzerer Artikel, aber das Thema ist nicht weniger wichtig. Wäre schön, dich wiederzusehen. :)


Bisher erschienen in der „Bloggen für Anfänger“-Reihe:

Achtung!

Beim Senden eines Kommentars werden Daten (Name, E-Mail, Website, IP-Adresse, etc.) gesammelt. Mit dem Abschicken deines Kommentars erklärst du dich mit der Datenschutzerklärung einverstanden.

4 Kommentare zu “Nomen est omen! | Bloggen für Anfänger #3

  1. Pingback: Zielgruppe? Kann man das essen? | Bloggen für Anfänger #4 | Myna Kaltschnee

  2. Pingback: Wie finde ich Leser? | Bloggen für Anfänger #8 | Myna Kaltschnee

  3. Pingback: SEO – Google ist dein Freund! | Bloggen für Anfänger #9 | Myna Kaltschnee

  4. Pingback: Gewappnet für den Start? | Bloggen für Anfänger #10 | Myna Kaltschnee

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.