SEO – Google ist dein Freund! | Bloggen für Anfänger #9

(Unbezahlte Werbung)

Du hast einen Blog und postest regelmäßig Beiträge, doch du hast einfach keinen Traffic (Aufrufe)? Vielleicht hilft dir hierbei der Beitrag „Wie finde ich Leser?“ vom letzten Montag. Aber all diese Tipps bringen nicht viel, wenn Suchmaschinen dich nicht finden. Deshalb ist es nur von Vorteil, wenn Blogger sich möglichst früh mit dem Thema Suchmaschinenoptimierung (SEO) auseinandersetzen.

Wie Google & Co. auch auf deinen Blog aufmerksam werden, verrate ich dir in diesem Beitrag meiner Artikelreihe „Bloggen für Anfänger | In 10 Schritten zum eigenen Blog“.

Vom 3. Februar bis 6. April 2020 werde ich immer montags einen neuen Teil der Artikelreihe posten. Falls du keinen Beitrag verpassen möchtest, folge mir gerne per E-Mail oder WordPress (siehe Menü rechts). Dann bekommst du eine Benachrichtigung in dein E-Mail-Postfach, wenn es einen neuen Beitrag auf meinem Blog gibt (das Ganze ist natürlich kostenlos und du kannst dich jederzeit ohne Angabe von Gründen wieder abmelden).

Noch zwei Anmerkungen:

  1. Man kann sowohl „der Blog“, als auch „das Blog“ sagen. Ich werde im Folgenden die maskuline Form verwenden.
  2. Bitte sieh mir nach, dass ich Berufsbezeichnungen und dergleichen nicht gendere. Ich stolpere selbst beim Lesen öfters über gegenderte Begriffe und finde, sie verkomplizieren einen Text. Deshalb, der Einfachheit wegen, nutze ich die maskuline Form. Weibliche und diverse Personen sind natürlich ebenso angesprochen.

Hier die Artikelreihe im Überblick:

  1. Schritt (03.02.2020): Hast du das Zeug zum Blogger?
  2. Schritt (10.02.2020): Bloggen? Gern, bloß worüber?
  3. Schritt (17.02.2020): Nomen est omen!
  4. Schritt (24.02.2020): Zielgruppe? Kann man das essen?
  5. Schritt (02.03.2020): Die Konkurrenz schläft nicht!
  6. Schritt (09.03.2020): Blogssystem: WordPress.com oder Blogger.com?
  7. Schritt (16.03.2020): Layouts machen Blogs!
  8. Schritt (23.03.2020): Wie finde ich Leser?
  9. Schritt (30.03.2020): SEO – Google ist dein Freund!
  10. Schritt (06.04.2020): Gewappnet für den Start?

In 10 Schritten zum eigenen Blog - Bloggen für Anfänger - Schritt 9: SEO - Googleist dein Freund!

Was ist SEO und wozu ist es gut?

Die Abkürzung SEO steht für „Search Engine Optimization“, was auf Deutsch so viel wie „Suchmaschinenoptimierung“ heißt. Dein Blog wird auf lange Sicht nur erfolgreich sein, wenn Leute dich über Suchanfragen auf z. B. Google finden können. Ich habe mich erst relativ spät mit SEO auseinandergesetzt, nachdem ich bereits schon seit ein paar Jahren gebloggt habe. Aber inzwischen habe ich die Wichtigkeit dieses Themas begriffen und rate jedem angehenden Blogger, sich möglichst früh mit dem Thema zu befassen. Ich bekomme mittlerweile tatsächlich die meisten Aufrufe von Leuten, die in Suchmaschinen über meine Beiträge stolpern.

Eigentlich ist SEO gar nicht so schwer umzusetzen. Man muss „nur“ wissen, worauf man achten muss und etwas Zeit investieren.

Doch was ist SEO eigentlich? 

Bei der SEO geht es darum, das organische Ranking von Suchmaschinen so zu beeinflussen, dass der Traffic (Aufrufe) auf deinem Blog sich erhöht. Unter organischen Suchergebnissen versteht man unbezahlte Suchergebnisse. Also, Anzeigen, die in Suchmaschinen ganz oben platziert werden, zählen nicht dazu.

Man unterscheidet zwei Arten von SEO:

  1. Onpage-Optimierung (SEO direkt auf deinem Blog)
  2. Offpage-Optimierung (SEO außerhalb deines Blogs)

Wir wollen uns in diesem Beitrag mit beiden Arten beschäftigen. Außerdem werde ich dir noch ein paar Links an die Hand geben, wo du dein Wissen über die Suchmaschinenoptimierung vertiefen kannst.

Onpage-Optimierung

Bei der Onpage-Optimierung geht es um SEO, die du direkt auf deinem Blog anwenden kannst, also z. B. wie du deine Beiträge formatierst und strukturierst und was du bei der Verwendung von Bildern beachten solltest.

Keywords

Eine ganz wichtige Rolle bei der Onpage-SEO spielen die Keywords. Überlege dir für jeden Beitrag 1 bis 2 treffende Begriffe oder Phrasen, die den Inhalt widerspiegeln. Das sind deine Hauptkeywords.

Wie bereits in Schritt 3 über den Blogtitel erwähnt, ist es sehr hilfreich, wenn du dir auch Hauptkeywords für deinen gesamten Blog überlegst und diese im Blogtitel und idealerweise der Domain unterbringst.

Keywords unterteilt man in:

  1. Shorttail-Keywords (einzelne Begriffe)
  2. Longtail-Keywords (eine Kombination aus mehreren Begriffen)

Baue diese Keywords in deinen Text (vor allem am Anfang), die Überschrift, Zwischenüberschriften und die Beschreibung deiner Bilder (mehr dazu später) ein. Aber achte darauf, dass dein Text lesbar bleibt und nicht in den Keywords ertrinkt. Die Qualität deines Textes ist essentiell, denn wenn sich der Blogpost vor lauter Keywords schlecht lesen lässt, wird niemand ihn weiterempfehlen (und das ist wiederum für das Offpage-SEO tödlich, aber dazu später mehr).

Neben dem Text selbst, dem Titel, Zwischenüberschriften und der Bildbeschreibung ist es ratsam, den Permalink  (Link, der direkt zu deinem Blogbeitrag führt) anzupassen. Manche Blogsysteme machen das automatisch (z. B. WordPress.com und soweit ich weiß auch Blogger.com/Blogspot). Anstatt einer Reihe von Zahlen sollte der Titel bzw. das Keyword im Permalink vorkommen.

Im Übrigen musst du nicht immer denselben Wortlaut als Keyword verwenden. Google & Co. erkennen auch Synonyme.

Unique Content

Unter „Unique Content“ versteht man einzigartigen Inhalt, den es in dieser Form nur einmal im Internet gibt. Wenn du einen Blogbeitrag schreibst, dann schreib ihn selbst und kopiere nicht Inhalte von anderen Blogs. Sogenannter „Duplicate Content“ wird nämlich in Suchmaschinen abgestraft.

Natürlich darfst du hier und da auch mal zitieren oder zum selben Thema wie ähnliche Blogs schreiben. Trotzdem tust du dir keinen Gefallen, wenn du nicht auch Beiträge zu Themen schreibst, die so noch nicht vorhanden sind. Indem du Fragen beantwortest, die sonst keiner beantwortet hat, wirst du höher bei Google & Co. gerankt und lockst mehr Besucher auf deinen Blog.

Struktur und Lesbarkeit

Eine Suchmaschine braucht etwa 200 Wörter, um Texte analysieren zu können. Achte also darauf, dass deine Beiträge nicht zu kurz sind. Auf der anderen Seite solltest du aber auch keine Romane schreiben. Viele Menschen (zu denen gehöre auch ich) finden das Lesen am Bildschirm anstrengend. Also wäge ab, welche Textlänge sich für deinen Beitrag am ehesten eignet und ob er sich vielleicht in eine Artikelreihe zerteilen lässt.

Wie bereits im Schritt 7 über das Bloglayout erwähnt, achte auf eine übersichtliche, lesbare Darstellung. Möglichst dunkle Schrift auf hellem Hintergrund, keine zu verschnörkelte Schriftart und eine geeignete Schriftgröße.

Wenn du Zwischenüberschriften benutzt (wozu ich dir rate), dann formatiere sie auch mit einer Formatvorlage für Überschriften und schreibe sie bitte nicht nur fett. Fettdruck und Kursivschrift eignen sich vor allem, um einzelne Wörter oder Sätze hervorzuheben (wie in diesem Beitrag).

Wenn du eine Liste einbaust, nutze Aufzählungszeichen oder Nummerierungen, ggf. auch Tabellen.

Solche Formatierungen werden von Suchmaschinen erkannt und höher gewichtet als einfacher Fließtext. Auch die Einbindung von anderen Medien wie Bildern, Podcasts, PDFs, Grafiken oder Videos wirkt sich positiv auf dein Ranking in Suchmaschinen aus.

Bilder

Wenn du Bilder in deine Beiträge einbaust (man empfiehlt, mindestens ein Bild pro Beitrag zu verwenden), dann gibt es hierbei ein paar Dinge zu beachten. Da Suchmaschinen ja keine Bilder „ansehen“ können, musst du ihnen die Bilder beschreiben.

Eine Möglichkeit hierfür ist, den ALT- bzw. Alternativtext dafür auszufüllen. Integriere hierbei auch wieder dein(e) Keyword(s). Ich bin mir nicht sicher, wie es bei anderen Blogsystemen ist, aber bei WordPress.com findest du das Eingabefeld für den Alternativtext, wenn du in der Mediathek ein Bild auswählst und auf „Bearbeiten“ klickst.

Aber nicht nur der Alternativtext ist wichtig, sondern auch der Dateiname deines Bildes. Gib hierfür am besten den Titel deines Blogbeitrags ein und die Keywords (die ja eigentlich schon im Titel stehen sollten). Wenn du die Worte mit Bindestriche trennst, werden diese von der Suchmaschine als Leerschritte gelesen. Benutzt du hingegen Unterstriche, deutet die Suchmaschine das als ein langes Wort.

Übrigens, auch Bilder nicht in Originalgröße hochzuladen, wirkt sich positiv auf dein SEO aus, da sie dann weniger Ladezeit benötigen. Mit Programmen wie GIMP kannst du Bilder in die ideale Größe skalieren. Die Bildersuche von Google benutzt übrigens das Format 4:3. Willst du also, dass dein Bild dort ideal angezeigt wird, skaliere/schneide es dementsprechend zu.

Verlinkungen

Suchmaschinen mögen Verlinkungen zu themenverwandten (!) Inhalten. Scheue dich also nicht, Verlinkungen in deine Beiträge einzubauen – sowohl auf Seiten deines eigenen Blogs, als auch auf andere Blogs oder Websites.

Wichtig ist hierbei, dass es ähnliche bzw. weiterführende Beiträge sind, die du verlinkst. Sei wählerisch! Die Seiten, auf die du verlinkst, sollten dem Leser einen Mehrwert bieten und seriös sein. Setze auch nicht zu viele Links, denn das könnte leicht als Spam gedeutet werden.

Ach, und noch was: Achte auf den Ankertext, also der Text, der mit dem Link hinterlegt ist. Wenn dort Keywords stehen oder eine kurze Beschreibung dessen, was der Leser auf dieser verlinkten Seite findet, kann die Suchmaschine das richtig analysieren.

Offpage-Optimierung

Bei der Offpage-Optimierung geht es darum, welchen Stellenwert dein Blog im World Wide Web hat. Das wird hauptsächlich durch sogenannte Backlinks, die auf deinen Blog verweisen, gemessen. Man nennt dies auch Linkpopularität.

Ganz wichtig bei der Offpage-Optimierung ist das sogenannte Linkbuilding. Darunter versteht man alle Maßnahmen, die du ergreifst, um die Generierung von Backlinks zu deinem Blog anzukurbeln. Aber Achtung: Nicht jeder Backlink ist ein guter Backlink.

Gute Backlinks

Unter guten Backlinks versteht man Backlinks, die dein Ranking in Suchmaschinen positiv beeinflussen. Folgende Punkte solltest du hierbei beachten:

  • Die Website, die auf deinen Blog verlinkt, muss aus der gleichen Branche kommen bzw. einen thematischen Bezug zu deinen Inhalten haben.
  • Der Ankertext muss einen Bezug zum verlinkten Inhalt haben (wenn möglich mit Keyword).
  • Es sollten nicht nur Links auf deine Startseite, sondern auch auf Unterseiten (also einzelne Blogposts) gesetzt werden. Diese Links werden auch als „Deeplinks“ bezeichnet.
  • In dem Beitrag, in dem dein Blog verlinkt wurde, sollten sich eher wenige Links befinden (also keine spamartige Flut an Links).
  • Der Linkaufbau sollte in regelmäßigen Abständen erfolgen.
  • Die Links sollten möglichst in einem Fließtext, bzw. einer Website mit viel Text erscheinen.

Schlechte Backlinks

Schlechte Backlinks verschlechtern dein Ranking in Suchmaschinen. Tunlichst hüten solltest du dich vor:

  • Websites, die abgestraft wurden (z. B. Glücksspiel-, Porno- oder andere unseriöse Seiten)
  • Spam-Foren
  • unregelmäßigem Linkaufbau
  • Links auf irrelevanten Seiten, die ein ganz anderes Thema behandeln
  • Seiten mit wenig Text (meist Spamseiten)

Linkbuilding

Doch wie generiert man Backlinks? Dafür gibt es einige Tipps, die du ausprobieren kannst. Hier ein paar Beispiele:

  1. Poste deine Blogbeiträge auf Social Media und verlinke deinen Blog im Profil. So werden Menschen auf deinen Blog aufmerksam und teilen evtl. deine Beiträge.
  2. Schreibe Gastartikel auf anderen Blogs und verlinke darin auf deinen eigenen. Das ist am Anfang noch schwierig, weil du dir noch keine Reputation aufgebaut hast. Du solltest auch auf keinen Fall einfach auf Blogger zugehen und sagen: „Hey, ich bin XY, kann ich einen Gastartikel bei dir veröffentlichen?“ Die meisten werden das ablehnen, vor allem, wenn sie dich und die Qualität deiner Beiträge gar nicht kennen. Deshalb geh die Sache langsam an. Erst mal die Beiträge des anderen Blogs lesen und kommentieren, sowie ihm folgen. Auch gerne mal lobende Worte über den Blog fallen lassen. Dann, wenn der Blogger dich besser „kennt“, kannst du mal vorsichtig nachfragen, ob Interesse an einer Zusammenarbeit besteht. Ich habe gelesen, dass 2 bis 4 Gastartikel pro Monat ideal seien, aber dafür musst du dir natürlich erst mal einen Namen machen.
  3. Manche Foren erlauben, dass man seine Website in der Signatur verlinkt. Wenn du in einem Forum auf eine Frage stößt, die ein Blogartikel von dir beantwortet, kannst du ggf. diesen auch teilen. Aber schreibe auch ein paar Worte dazu und poste nicht nur den Link.
  4. Nutze sogenannte Linkbaits, das sind Maßnahmen, die darauf abzielen, Backlinks zu generieren. Beispiele hierfür sind:  Produkttests, Anbieten von Downloads (E-Books, Infografiken, Checklisten, Kalender, etc.), Umfragen (Ergebnisse veröffentlichen), lustige Videos, Gewinnspiele, Blogparaden oder Blogtouren, Mitmachaktionen für Blogger, etc.
  5. Schreibe qualitativ hochwertige Blogbeiträge, damit die Leute automatisch auf dich verlinken. Sehr beliebt sind solche Listen wie „10 Tipps für XY“, aber auch Artikel, die Fragen beantworten, die noch nie wirklich behandelt wurden, Checklisten, Inspirationsquellen, usw.

Zu guter Letzt …

Bitte denk daran, dass Suchmaschinen eine Weile brauchen, bis sie deinen Blog indexiert haben. Das kann schon mal bis zu zwei Monate dauern. Google dich einfach immer wieder mal selbst und schaue, wie sich dein Ranking verbessert. Damit du nicht sämtliche Seiten durchsuchen musst, kannst du auch ein kostenloses Tool wie den Google Ranking Check von Der Digitale Unternehmer benutzen.

Auch wenn dieser Artikel nurmehr die Grundlagen der SEO für angehende Blogger umfasst, hoffe ich, dass du etwas daraus ziehen konntest. Wenn du dich noch tiefer in die Materie der Suchmaschinenoptimierung eingraben möchtest, habe ich dir unter diesem Abschnitt noch ein paar hilfreiche Seiten verlinkt. Die Inhalte können sich natürlich überschneiden, aber es gibt dort auch noch viel zu lesen, auf das ich in meinem Artikel nicht eingegangen bin.

Wenn du Fragen, Anregungen, Lob oder Kritik hast, scheue dich nicht, das in die Kommentare zu schreiben. Über ein Like freue ich mich ebenfalls immer. Und wenn du jemanden kennst, der von diesem Artikel ebenfalls profitieren könnte, bin ich dir dankbar, wenn du mich weiterempfiehlst.

Nützliche Artikel zum Vertiefen


Bisher erschienen in der „Bloggen für Anfänger“-Reihe:

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2 Kommentare zu “SEO – Google ist dein Freund! | Bloggen für Anfänger #9

  1. Pingback: Gewappnet für den Start? | Bloggen für Anfänger #10 | Myna Kaltschnee

  2. Pingback: Monatsrückblick | März 2020 | Myna Kaltschnee

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