Gewappnet für den Start? | Bloggen für Anfänger #10

Dies ist der abschließende Blogpost zu meiner „Bloggen für Anfänger | In 10 Schritten zum eigenen Blog„-Reihe. Die letzten neun Wochen haben wir alle Themen behandelt, die für einen erfolgreichen Blogstart wichtig sind. Von der Suche nach einem geeigneten Titel, über Konkurrenzanalyse bis hin zur Suchmaschinenoptimierung. Der heutige Artikel beinhaltet ein paar abschließende Infos und weiterführende Links, die auf Dinge hinweisen, die du vor deinem Blogstart unbedingt beachten solltest.

Noch zwei Anmerkungen:

  1. Man kann sowohl „der Blog“, als auch „das Blog“ sagen. Ich werde im Folgenden die maskuline Form verwenden.
  2. Bitte sieh mir nach, dass ich Berufsbezeichnungen und dergleichen nicht gendere. Ich stolpere selbst beim Lesen öfters über gegenderte Begriffe und finde, sie verkomplizieren einen Text. Deshalb, der Einfachheit wegen, nutze ich die maskuline Form. Weibliche und diverse Personen sind natürlich ebenso angesprochen.

Hier die Artikelreihe im Überblick:

  1. Schritt (03.02.2020): Hast du das Zeug zum Blogger?
  2. Schritt (10.02.2020): Bloggen? Gern, bloß worüber?
  3. Schritt (17.02.2020): Nomen est omen!
  4. Schritt (24.02.2020): Zielgruppe? Kann man das essen?
  5. Schritt (02.03.2020): Die Konkurrenz schläft nicht!
  6. Schritt (09.03.2020): Blogssystem: WordPress.com oder Blogger.com?
  7. Schritt (16.03.2020): Layouts machen Blogs!
  8. Schritt (23.03.2020): Wie finde ich Leser?
  9. Schritt (30.03.2020): SEO – Google ist dein Freund!
  10. Schritt (06.04.2020): Gewappnet für den Start?

In 10 Schritten zum eigenen Blog - Schritt 10 Gewappnet für den Start Bloggen für Anfänger von Myna Kaltschnee

Starte nicht mit Nichts

Das klingt vielleicht ein bisschen komisch, denn schließlich hast du zu Beginn deiner „Bloggerkarriere“ noch keine Bekanntheit und musst ganz unten anfangen. Trotzdem ist es hilfreich, nicht mit Nichts anzufangen. Was meine ich damit?

Inhalte machen interessant

Ein vollkommen leerer Blog schreckt potenzielle Leser ab. Schließlich haben sie nichts, was sie dazu motiviert, dir zu folgen. Deshalb ist es ratsam, vor dem Launch mindestens einen, besser aber drei bis fünf Blogbeiträge vorzuschreiben, damit die Besucher beim Launch auch etwas zu lesen bekommen und sich einen Eindruck von dir und deinen Inhalten verschaffen können.

Auch die Über-mich-Seite sollte bei Blogstart ausgefüllt sein und wenn möglich ein Foto von dir enthalten. Und natürlich sind Impressum/Datenschutzerklärung unerlässlich, aber dazu später mehr.

Pseudofollower – yay or nay?

Was die Follower betrifft, wäre es nicht schlecht, wenn du kurz nach dem Bloglaunch zumindest nicht mehr ganz bei null wärst. Auch wenn du nur fünf „Pseudofollower“ aka Mama, Papa, die beste Freundin, den Verlobten und den Großcousin hast, ist das ein Anreiz für andere, dir ebenfalls zu folgen. Die meisten Menschen trauen sich nämlich nicht, den ersten Schritt zu machen. So wie bei einer Party, wo du eine Platte mit Häppchen auf den Tisch stellst und deine Gäste sich nicht trauen, sich zu bedienen, bis irgendeiner sich erbarmt und zugreift – und ruck zuck ist die Platte leer. :D Auch schon mal beobachtet? :D

Was du in diesem Zusammenhang allerdings NICHT tun solltest, ist große Mengen an Followern zu kaufen. Das ist verschwendetes Geld. Für Blogs ist das meines Wissens nach ohnehin nicht üblich, aber auch für die Social-Media-Kanäle deines Blogs ist das keine gute Idee. Gekaufte Follower sind keine aktiven Follower, was dazu führt, dass dich die Algorithmen von Instagram und Co. abstrafen. Also, lass die Finger davon.

Lieber ein paar Angehörige und Bekannte fragen, ob sie dir folgen würden. Natürlich nur, wenn du das möchtest. Es gibt ja auch Blogger, die ihre Blogs lieber vor den Menschen aus ihrer nähren Umgebung geheim halten wollen.

Organisation vor dem Start

Vor dem Launch deines Blogs solltest du dich noch um zwei Dinge kümmern, die gerade von angehenden Bloggern gerne vergessen werden:

  1. Promotion deines Blogs
  2. Blogplan für deine Beiträge

Promotion deines Blogs

Wenn du bereits vor deinem Bloglaunch schon Social-Media-Auftritte hast (egal ob für deinen Blog selbst, was ich übrigens empfehlen kann, oder privat), bietet es sich an, ein wenig Werbung für den Blog zu machen, damit der Launch auch erfolgreich gelingt.

Du könntest zum Beispiel die ersten Blogartikel, die beim Launch bereits veröffentlicht werden, anteasern. Oder du könntest eine Umfrage erstellen, welche Fragen rund um dein Blogthema du in deinen ersten Blogartikeln beantworten sollst (natürlich muss du das mit genügend Vorlauf machen und dann auch wirklich die Blogbeiträge schreiben).

Außerdem könntest du eine kleine Launchparty veranstalten, z. B. mit einem Live-Video auf Instagram oder Facebook, in dem du deinen Blog vorstellst und Fragen beantwortest. Eine andere Möglichkeit wäre eine Facebook-Veranstaltung, in der du kleine „Lustmacher“ auf deinen Blog postest (z. B. Tipps zu deinem Thema oder Hintergrundinfos wie es zu deinem Blog kam).

Ein Gewinnspiel kann ebenfalls neugierig machen. Natürlich vor allem, wenn der Gewinn etwas mit deinem Blogthema zu tun hat (ein Schreibblog könnte z. B. ein schönes Notizbuch verlosen; ein Buchblog einen spannenden Roman, dessen Rezension bereits beim Launch erscheint; ein Blog zum Thema Vegetarismus ein Kochbuch mit vegetarischen Rezepten; etc.).

Blogplan für deine Beiträge

Als ich mit dem Bloggen angefangen habe, habe ich einfach nach Lust und Laune Beiträge veröffentlicht. Mal zwei an aufeinanderfolgenden Tagen, dann wieder eine Woche gar nix. Das hat sich als nicht besonders schlau herausgestellt, denn meine potenziellen Leser hatten keine Ahnung, wann sie mit einem Artikel von mir rechnen konnten und ich selbst hatte auch überhaupt nichts, woran ich mich halten konnte.

Deshalb habe ich irgendwann angefangen, mir einen Blogplan anzulegen. Dazu habe ich mir einen kleinen Taschenkalender gekauft, den ich ausschließlich für meine Blogbeiträge benutzt habe. Man kann aber ebenso gut eine Excel-Tabelle, den eigenen Terminkalender, den Kalender des Smartphones oder einen Dienst wie Google Kalender dafür nutzen. Hauptsache, du schaust regelmäßig rein und behältst den Überblick.

Nimm dir ein, zwei Stunden Zeit und überlege dir:

  • Wie oft will ich Beiträge veröffentlichen?
  • Wann möchte ich Beiträge veröffentlichen (Wochentag, Zeit)?
  • Was möchte ich wann veröffentlichen?

Es gibt Beiträge, die sind zeitlich an einen bestimmten Tag gebunden und Beiträge, bei denen du freie Hand hast. In erste Kategorie fallen beispielsweise Mitmachaktionen wie die „Montagsfrage“ von Lauter&Leise oder den „Freitags-Füller“ von scrapimpulse. Frei den Tag festlegen kannst du hingegen bei von dir selbst gestalteten Aktionen oder Beiträgen.

Bitte bedenke: Bloggen braucht Zeit. Wie viele Beiträge schaffst du pro Woche und welche Tage sind günstig? Vergiss nicht, dass du nicht nur Zeit für das Schreiben der Beiträge selbst brauchst, sondern auch für Recherche, Werbung auf Social Media, Kommentare beantworten, etc. Unterschätze die Arbeit nicht, die in einem Blog steckt.

Lieber machst du nur bei einer Mitmachaktion mit und veröffentlichst zusätzlich einen Artikel pro Woche, in den du viel Mühe und Zeit steckst, als jeden Tag etwas anderes zu veröffentlichen, dessen Qualität eher minderwertig ist.

Es sei denn, du schreibst wirklich einen Blog in traditioneller Weise, also als eine Art Tagebuch. Das ist etwas anderes. Allerdings, wenn du nicht gerade das spannende Leben eines Piraten oder Astronauten führst, ist es auch hier ratsam, ein paar Tage interessanten „Stoff“ zu sammeln, anstatt täglich über dein zu weichgekochtes Frühstücksei und die Qual der Wahl deines Outfits zu berichten. Du verstehst, was ich meine, oder? Nicht jeden Tag passieren Dinge, die es wert sind, dass man darüber schreibt. Denke daran, dass deine Beiträge stehts einen Mehrwert bieten sollten.

Auch beim Bloggen gilt der Merksatz: Qualität steht vor Quantität.

Und noch etwas: Denke an Pausen! Du bist auch nur ein Mensch und solltest dir ab und zu auch mal Zeit zum Nichtstun gönnen. Ich weiß, das Nichtstun ist in unserer Gesellschaft verpönt. Man soll immer produktiv, immer fleißig sein. Aber dein Geist und Körper werden es dir danken, wenn du mal einen Tag einfach nur BIST anstatt TUST. Und deinem Seelenleben wird das erst recht gefallen, das kann ich dir versprechen. Solche freien Tage sind nämlich nicht verschwendet, wie viele von uns glauben. Im Gegenteil, sie regen oft die Inspiration an und statten uns mit der nötigen Energie aus, die wir brauchen, um unser Bloggerleben zu meistern.

Ein bisschen bin ich auf das Thema „Blogplan“ auch schon in meinem Beitrag „Wie finde ich Leser? | Bloggen für Anfänger #8“ eingegangen, wo du auch ein Beispiel zu meinem eigenen Blogplan findest.

Rechtliche Aspekte

Diesen Bereich möchte ich hauptsächlich mit ein paar weiterführenden Links abdecken, da das ganz und gar nicht mein Gebiet ist. Trotzdem sollte man sich damit beschäftigen BEVOR man einen Blog startet und auch wenn sich alles furchtbar aufwendig anhört, ist es zumindest für kleine Blogger gar nicht so schlimm umzusetzen.

Impressum/Datenschutz

Jeder, der einen Blog hat, der nicht zu 100 % privat (sprich: ein persönliches Tagebuch o. ä.) ist, braucht ein Impressum und eine Datenschutzerklärung. Keine Angst, du musst kein Jurist sein, um das aufzusetzen. Es gibt Generatoren, mit denen du eine DSGVO-konforme Datenschutzerklärung und ein Impressum erstellen kannst.

Zum Beispiel hier:

Das Impressum muss eine ladefähige Adresse beinhalten, d. h. man muss bei dieser Adresse klingeln und ggf. den Erhalt der Post mit einer Unterschrift bestätigen lassen können. Eine Postfachadresse oder einfach nur eine E-Mailadresse geht also nicht.

Doch was, wenn du ein Pseudonym nutzt oder deine private Anschrift nicht im Internet veröffentlichen möchtest?

Hierfür gibt es eine relativ einfache – wenn auch kostenpflichtige – Lösung: die Beauftragung eines Impressumservices. Dieser „leiht“ dir gegen eine Gebühr seine ladefähige Adresse und leitet die eingehende Post an dich weiter.

Mehr zu diesem Thema findest du hier:

Wichtige Infos zum Thema Impressum findest du hier:

DSGVO

Seit dem 25. Mai 2018 gilt die DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) in allen EU-Mitgliedstaaten, an die sich Webseiten- und Blogbetreiber halten müssen. Dazu gehört die Erstellung eines Verfahrensverzeichnisses, Abschließen von Auftragsdatenverträgen und der Anpassung deines Blogs an die Richtlinien.

An dieser Stelle möchte ich dir ebenfalls ein paar Links an die Hand geben, wo du ausführliche Informationen darüber findest:

AV-Vertrag mit WordPress.com

Da ich WordPress.com nutze, weiß ich leider auch nur sicher, wie man von diesem Anbieter einen Auftragsdatenvertrag bekommt, bzw. in abschließt.

Dazu musst du in dein Profil von WordPress.com gehen und dort auf „Datenschutz“ in der linken Menüleiste klicken. Wenn du eingeloggt bist kommst du hier in diesen Bereich.

Dort runterscrollen und „DPA anfordern“ anklicken. Dann bekommst du eine E-Mail mit dem Vertrag, den du nur noch ausfüllen, unterschreiben und per E-Mail zurückschicken musst.

Ich habe allerdings gehört, dass das nur bei den bezahlten Tarifen geht und nicht bei einer kostenlosen Website. Falls da jemand nähere Informationen dazu hat, darf er/sie es mir gerne in die Kommentare schreiben.

Hinweis auf Werbung

Vor einiger Zeit geisterten Geschichten über Abmahnwellen gegen Influencer und Blogger durchs Netz. Irgendwann wusste keiner mehr, was man denn nun als Werbung kennzeichnen muss und was nicht.

Viele kennzeichneten einfach (fast) alles als Werbung, was natürlich nicht unbedingt Sinn der Sache (Transparenz) ist. Ich muss zugeben, ich habe selbst auch noch nicht so richtig den Durchblick, d. h. es gibt immer wieder Fälle, in denen ich nicht weiß: Ist das jetzt Werbung oder nicht? Sicherheitshalber setze ich dann immer ein „(Unbezahlte Werbung)“ vor diese Beiträge. Lieber einmal zu viel kennzeichnen, als zu wenig.

Trotzdem sollte man natürlich nicht wahllos alles als Werbung kennzeichnen. Hier ein paar Links, die sich mit dieser Materie beschäftigen und die ich sehr hilfreich fand:

Jetzt wird es ernst!

An dieser Stelle beende ich meine Artikelreihe und entlasse dich in die Blogosphäre. Wenn du die vorhergegangenen Teile der Reihe noch nicht gelesen hast, findest du unten drunter noch einmal alle verlinkt.

Fragen, Anmerkungen, Lob und konstruktive Kritik kannst du mir gerne in die Kommentare schreiben. Wenn dir die „Bloggen für Anfänger“-Reihe gefallen hat, freue ich auch immer, wenn du mich Freunden, Verwandten und/oder Bekannten weiterempfiehlst, die auch von meinen Beiträgen profitieren könnten.

Ich hoffe, du konntest aus meinen Artikeln etwas Nützliches ziehen und wünsche dir viel Erfolg, Glück und vor allem Spaß mit deinem eigenen Blog.


Weitere Beiträge der „Bloggen für Anfänger“-Reihe:

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Ein Kommentar zu “Gewappnet für den Start? | Bloggen für Anfänger #10

  1. Pingback: Monatsrückblick | April 2020 | Myna Kaltschnee

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