Lifestyle · Monatsrückblicke

Monatsrückblick | Mai 2020

Ist das zu fassen? Der (meteorologische) Sommer ist angebrochen! Der milde Frühling liegt hinter uns und wir müssen uns auf heiße Tage gefasst machen. Bald startet die Urlaubszeit wieder und pünktlich hierzu wurden auch schon die Corona-Beschränkungen gelockert. Menschen versammeln sich wieder in Parks, an Stränden und in Einkaufscentern. Ich betrachte diese Entwicklung ja mit einer gewissen Skepsis. So ganz traue ich dem Braten noch nicht. Aber wir werden sehen, wie sich die Sache entwickelt.

Darum soll es jetzt aber nicht gehen, sondern viel mehr darum, wie ich den Mai 2020 erlebt habe und wie sich mein Blog geschlagen hat. Bei letzterem gibt es eine sehr interessante Entwicklung, die ich selbst nicht richtig nachvollziehen kann, aber die mich fasziniert.

Monatsrückblick Mai neu

Leseflaute besiegt

Ich habe im Mai wieder drei Bücher beendet und darüber bin ich sehr froh. Zwei davon habe ich bereits rezensiert (Links führen zu den Rezis):

Von beiden Romanen war ich begeistert, was man wohl auch meinen Rezensionen anmerkt. Ich muss zugeben, in den letzten zwei Monaten sind meine Buchbesprechungen deutlich länger und ausführlicher geworden. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass ich seltener welche verfasse oder ob ich mich einfach weiterentwickelt und höhere Ansprüche habe. Vermutlich ein bisschen von allem. Mir tut es auf jeden Fall wahnsinnig gut, mich weniger mit Lesestatistiken auseinanderzusetzen (zumindest öffentlich, für mich selbst führe ich noch welche – allerdings nur, um den Überblick zu behalten und nicht, um mich mit anderen Lesern bzw. Buchbloggern zu messen).

Es war goldrichtig, mir bei der Goodreads-Challenge ein niedriges Ziel zu setzen und bei Buchblogger-Aktionen gar nicht oder nur noch ab und zu mitzumachen. Das nimmt mir den schrecklichen Druck, den ich in den letzten Jahren zunehmend gespürt habe und gibt mir den Spaß am Lesen (und Rezensieren) zurück.

Ach ja, ich habe ja noch ein drittes Buch gelesen. Es handelt sich dabei um ein Reread und zwar habe ich Rayne Halls „Twitter for Writers“ nochmals gelesen. Das habe ich mir 2016 auf meinen Kindle geladen und leider ist das Buch ein bisschen veraltet. Aber ein paar gute Tipps hatte es dennoch für mich. Ich habe die Autorin gefragt, ob es irgendwann eine Neuauflage geben wird. Sie meinte daraufhin, dass sie öfters eine begonnen habe, doch noch während sie diese schrieb, habe es wieder Änderungen auf Twitter gegeben. Ich denke, bei einem schnelllebigen Medium wie einem Sozialen Netzwerk ist es schier unmöglich, ein brandaktuelles Buch zu schreiben. Wer es dennoch lesen bzw. sich darüber informieren möchte, findet hier meine alte Rezension von 2016.

Schreiben? Fehlanzeige … oder?!

Geschrieben habe ich im Mai kaum. Wobei das so nicht ganz richtig ist. Ich habe geschrieben, aber mehr an meinem Geheimprojekt #ProjectTIL, für das ich in erster Linie aber recherchiert habe, und an meinen Blogs.

Mein Roman ist kein einziges Wort gewachsen, dafür sind aber zwei neue Kapitel des Blogromans erschienen. Insgesamt kamen hierfür 2791 Wörter zusammen. Da das sehr wenig ist und es so aussieht, als hätte ich den ganzen Monat nur faul herumgelegen (was nur für den HALBEN Monat zutrifft :D), habe ich beschlossen, ab Juni auch meine Blogbeiträge in meiner Schreibstatistik festzuhalten. Allerdings wirklich nur die Beiträge und nicht die Seiten. Also, was ich bei „Über mich“ (habe ich übrigens aktualisiert, schau gerne mal vorbei) oder in meinem Rezensionen-Verzeichnis geändert habe, wird nicht gezählt. Und nachträgliche Änderungen von wenigen Wörtern oder Sätzen wird natürlich auch nicht berücksichtigt.  Ich schreibe mir einfach nur vor dem Upload eines Blogbeitrags den aktuellen Wordcount auf und das war’s. Aber so bekomme ich ein realistischeres Bild darüber, was ich geschrieben habe, als wenn ich nur die Geschichten zähle.

Stimmung? Ein schwankender Kutter!

Während ich im April größtenteils eine stabile positive Stimmung hatte, glich meine Laune im Mai einem Schiff bei Wellengang. Ich hatte einen hypomanischen (übertrieben guten) Tag, vierzehn gute Tage, elf mittelmäßige Tage, vier schlechte Tage und einen lausigen Tag (mit extremen Angstzuständen). Insgesamt war die Stimmung also meistens gut oder mittelmäßig, was positiv ist. Allerdings kam es nicht selten vor, dass auf einen guten, ein schlechter Tag folgte oder andersherum. Ich hatte selten mehrere gute Tage am Stück, wie das noch im April der Fall war. Das Auf und Ab war ziemlich anstrengend. Ich hoffe, dass sich das im Juni wieder etwas einpendelt. Ich erwarte nicht, dass ich einen so tollen Monat wie den April habe, aber mir wäre eine durchweg mittelmäßige Stimmung lieber, als die extremen Wechsel.

Die psychotischen Symptome sind nach wie vor da und lösen auch weiterhin Ängste aus. Ich hatte einige Tage, an denen ich versucht habe, mich diesen Ängsten zu stellen. Auch wenn ich die Situationen gemeistert habe, waren diese Versuche sehr unangenehm und zogen nicht selten ein „Nachbeben“ mit sich, d. h. ich fühlte mich den ganzen restlichen Tag depressiv, ängstlich und völlig erschöpft.

Überraschende Blogstatistik

Okay, kommen wir zu der Entwicklung meines Blogs. In meinem Post anlässlich des 5. Blog-Geburtstags habe ich ja schon mein Ziel anklingen lassen, dass ich in den nächsten fünf Jahren gerne 200 Klicks pro Tag auf meinem Blog verzeichnen würde.

Eigentlich bin ich immer davon ausgegangen, dass ich mehr Klicks generieren würde, je mehr Posts ich teile. Doch da wurde ich eines Besseren belehrt. Der Mai 2020 war einer meiner schwächsten Monate, was die Beitragsanzahl angeht. Ich habe nur sechs Posts geteilt. Bis auf die Monate mit Blogpausen habe ich NOCH NIE so wenig gebloggt wie letzten Monat. Und trotzdem ist etwas total Krasses passiert: Es war der Monat mit den meisten Klicks EVER! Insgesamt habe ich 3.633 Aufrufe verzeichnet, das sind durchschnittlich 117 am Tag. Das ist das allererste Mal, dass ich auf diesem Blog eine dreistellige monatliche Aufrufszahl erreicht habe. Ich habe mich wirklich sehr darüber … gefreut? Ja, das auch, aber vor allem gewundert.

Witzigerweise habe ich auch auf meinem zweiten Blog als Emma Escamilla im Mai 2020 den höchsten Wert an Monatsaufrufen generiert. Sogar noch einen höheren als hier: 4.651 Aurufe, das sind durchschnittlich 150 Aurufe am Tag. Hier liege ich meinem Ziel von 200 Tagesaufrufen also noch näher und das obwohl der Blog ein Jahr „jünger“ ist und ich dort sogar nur drei (!) Beiträge im letzten Monat veröffentlicht habe.

Was allerdings einen Schatten über diese Entwicklung wirft, ist, dass die Interaktionszahl zunehmend sinkt. Das war bei weniger Beiträgen aber auch zu erwarten. Vor allem auch, weil ich seltener bei Bloggeraktionen teilnehme – die in der Regel mit viel Interaktion einhergehen. Aber sobald ich mein Geheimprojekt #ProjectTIL einigermaßen am Laufen habe, werde ich auch wieder aktiver auf diesem Blog werden. Momentan beschränke ich mich auf den Mittwochsartikel. Lieber einmal die Woche einen Artikel, in den ich viel Mühe stecke, als täglich schnell hingeklatschte, lieblose Beiträge. Das ist zumindest meine Meinung.


Wie war dein Mai 2020? Lass es mich gerne in den Kommentaren wissen. Wenn du auch einen Monatsrückblick geschrieben hast, teile gerne den Link, dann schaue ich bei dir vorbei.

Achtung!

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5 Kommentare zu „Monatsrückblick | Mai 2020

  1. Ich habe erst heute diesen Blogpost zu Gesicht bekommen – mein Mailanbieter meinte, ihn in den Spam schieben zu müssen und ich habe ihn heute daraus erlöst. Vielleicht haben andere, die den Blog per Mail abonniert haben, ein ähnliches Problem.

    Gefällt 1 Person

  2. Ich hab auch viel Aktionen eingestampft, da ich mich total überfordert gefühlt hatte. Seit dem ist es besser. Ich mache mittlerweile auch bei mehreren mit – aber ohne Druck. Damals hab ich mich ziemlich unter Druck gefühlt. Aber ich muss auch sagen, dass mich das Besuchen der anderen Blogs teilweise mehr gestresst hat, als den Beitrag tippen.
    Bei den Aktionen bei denen ich jetzt mitmache ist es eine kleine Gemeinde geworden, da macht es auch Spass jeden Beitrag zu lesen.
    Aber die Zahl der Teilnehmer auf den anderen Aktionen ist auch stark Rückläufig habe ich bemerkt.

    LG

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Rina,

      danke für deinen Kommentar.

      Ja, das kann ich gut nachvollziehen. Manchmal muss man einfach Prioritäten setzen, weil es einen sonst zu sehr stresst. Es gibt so viele tolle Aktionen, aber es ist einfach unmöglich, überall mitzumischen.

      Und ja, das Besuchen der anderen Blogs braucht viel Zeit. Wenn ich bei „Gemeinsam Lesen“ mitgemacht habe, war ich manchmal eine Stunde oder länger damit beschäftigt, die Blogs abzuklappern. Nicht, dass es mir nicht gefallen hätte, was andere schrieben – ist ja meist auch sehr interessant. Aber es hat mich mehr unter Druck gesetzt, als dass ich wirklich Spaß daran hatte. Deshalb werde ich in nächster Zeit genau darauf schauen, bei welchen Aktionen ich noch mitmache und bei welchen nicht.

      Mir ist auch aufgefallen, dass die Teilnahme an Aktionen eher rückläufig ist. Frage mich, woran das liegt. An Corona vielleicht (weil die Leute sowieso gestresst sind)? Wäre echt interessant, herauszufinden.

      Liebe Grüße
      Myna

      Liken

      1. Genau so ging es mir auch. Mit dem reader und den Kommentaren war ich einfach zu lange beschäftigt, der Rest des Lebens blieb hinten an und das stresste mich.

        Die Kommentare und auch die Beiträge sind seit einiger Zeit rückläufig. Aber es kann vermehrt durch corona sein, da viele für die Kinder da sein müssen.

        Gefällt 1 Person

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