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Wohlfühlschreiben im Camp

Es ist wie verhext! Nachdem ich Mitte letzter Woche mein Minus beim Camp NaNoWriMo aufgeholt hatte, habe ich von Freitag bis einschließlich Montag wieder überhaupt nicht geschrieben. Ich fiel immer weiter zurück und das Schlimmste daran war: Es machte mir nicht mal etwas aus.

Ich hatte einfach keine Lust, zu schreiben. Weder für meine Blogs noch an meinen Romanprojekten. Das kenne ich so von mir gar nicht. Dass ich mal ein, zwei Tage ein Tief habe ist okay und kein Problem. Aber dass ich tagelang einfach null Interesse an meiner größten Leidenschaft zeigte, hat mir doch zu Denken gegeben.

Obwohl ich am Dienstag die Rohfassung für das neuste Blogromankapitel geschrieben hatte und mir genug Zeit blieb, dieses zu überarbeiten und hochzuladen, schaffte ich am Mittwoch wieder überhaupt nichts. Erst in der Nacht auf Donnerstag (ja, ich lege momentan wieder Nachtschichten ein, weil es tagsüber zu heiß ist und ich nicht denken kann) korrigierte ich den Text und lud ihn im Laufe des Tages hoch. Ich hatte ein super schlechtes Gewissen meinen Leser*innen gegenüber wegen der Verspätung. Doch zum Glück scheint keiner sich daran gestört zu haben – außer ich selbst. :D

Was mich diese Woche wieder besonders glücklich gemacht hat, waren die Kommentare zu meinem Blogroman. Es macht mich einfach super glücklich, dass die Geschichte gelesen wird und ich immer wieder gesagt bekomme, dass sich mein Schreibstil im Laufe der Zeit weiterentwickelt habe. Man selbst merkt es nicht, aber wenn einem das andere vor Augen führen, dann fühlt sich das grandios an.

Das erste Kapitel meines Blogromans ist vor vier Jahren entstanden. Eine Leserin meinte einmal, dass mein Schreibstil anfangs noch sehr “pubertär” gewesen und jetzt gereift sei. Gut, ich war damals 26 und nicht mehr wirklich in der Pubertät. XD Aber meine Schreibe war das wohl noch. Seit 2015 habe ich die Rohfassungen für sechs Romane und acht Kurzromane fertiggestellt. Hinzu kommen sämtliche Kurzgeschichten, sowie Romanprojekte, die ich nicht zu Ende gebracht, aber von denen ich ebenfalls gelernt habe.

Momentan möchte ich nur im Internet veröffentlichen und meinen Schreibmuskel trainieren. Irgendwann wird der Tag kommen, an dem ich mich bereit fühle, Geld mit meinen Geschichten zu verdienen. Aber dieser Tag ist noch nicht da. Und das ist okay. Ich setze mich da nicht mehr unter Druck und lasse mir da auch nicht von anderen reinreden. Ich mache das, womit ich mich wohlfühle. Basta!

Doch zurück zum Camp NaNoWriMo. Momentan bin ich extakt 2.311 Wörter im Rückstand und ich weiß nicht, ob ich das wieder aufholen kann. Eigentlich ist es machbar. Ein, zwei schreibintenstive Tage und ich bin wieder im Soll. Aber in meiner momentanen Verfassung weiß ich nicht, ob ich das hinkriege. Ich werde mir Mühe geben. Mein Ziel auf 10.000 Wörter runterzusetzen, schiebe ich immer noch raus. Ich will die 15.000 Wortmarke knacken, das habe ich mir vorgenommen und das will ich auch erreichen. So viel Ehrgeiz habe ich noch übrig.

Es wird ein Kampf, aber ich habe noch nicht aufgegeben. Noch bin ich der Meinung, dass ich es schaffen kann. Buchstabe für Buchstabe. Wort für Wort. Satz für Satz. Ohne Druck, aber mit einem Ziel vor Augen. Hoffen wir, dass das Feuer der Leidenschaft, das ich momentan wieder fürs Schreiben entfacht habe, nicht gleich wieder gelöscht wird.

Machst du auch beim Camp mit? Wenn ja, wie läuft es bisher für dich? Lass es mich gerne in den Kommentaren wissen.


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