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Zähstes Camp aller Zeiten

Mit dem gestrigen Tag endete das Camp NaNoWriMo/Juli 2020. Ich hatte mir ein wirklich winziges Ziel von 15.000 Wörtern gesetzt – trotzdem fiel es mir schwerer als jedes Camp NaNoWriMo davor. Warum das so war und ob ich meinen Rückstand aufholen konnte, erfährst du in diesem kleinen Fazit.

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15.000 Wörter in einem Monat. Das sind nicht mal 500 Wörter am Tag – 484, um genau zu sein. Eigentlich absolut machbar, oder? Trotzdem geriet ich bereits nach vier Tagen in Rückstand.

Im diesjährigen Juli-Camp war der Wurm drin. An insgesamt vierzehn Tagen habe ich überhaupt nicht geschrieben. Immer wieder hatte ich Zeiten, in denen ich das Camp mehrere Tage am Stück schleifen ließ und mir das Schreiben vollkommen egal war – dabei ist es eigentlich meine größte Leidenschaft.

Meine Motivation war komplett im Keller. Auch wenn tief in mir drin der Drang bestand, zu schreiben, habe ich es einfach nicht hinbekommen. Rückblickend habe ich mir Gedanken gemacht, was die Gründe hierfür sein könnten und bin auf mehrere Möglichkeiten gekommen.

Zum einen glaube ich, es hat mit dem Sommerklima zu tun. Oft habe ich erst nachts geschrieben, da es tagsüber recht warm und mein Gehirn Matsch war. Alles über 25 Grad ist mir zu heiß. Ich bin einfach kein Sommerkind.  Durch die Nachtschichten kam mein Schlafrhythmus wieder völlig aus dem Gleichgewicht. Die Schlafqualität litt (ich hatte oft Albträume) und ich war oft müde und energielos.

Hinzu kam, dass ich mir kein einzelnes, festes Schreibprojekt vorgenommen hatte, sondern viele verschiedene Projekte. Ich bin also von einem zum nächsten gesprungen und irgendwie war das nicht so effektiv.

Vielleicht habe ich mir auch ein zu niedriges Ziel gesetzt und hatte deshalb keine Motivation. Bei einem kleinen täglichen Wordcount kann man schneller wieder aufholen, als bei einem großen. Unterbewusst habe ich mir vielleicht deshalb öfter erlaubt, das Schreiben ausfallen zu lassen.

Wie du siehst, gibt es mehrere Gründe, die ich für mich herausgefunden habe. Aber genau das mag ich so am NaNoWriMo: Man lernt viel über sich selbst und den eigenen Schaffensprozess. Und das ist wichtig!

Zum Ende hin hat mich dann aber doch noch der Ehrgeiz gepackt. Innerhalb von sieben Tagen habe ich mein Defizit wieder ausgeglichen.  Mein Blogroman ist dabei ein Stück gewachsen und ich schloss das Camp mit etwa 16.000 Wörtern ab. Das ist der geringste Wordcount, den ich jemals beim (Camp) NaNoWriMo geschrieben habe. Doch das ist okay. Ich habe mein Ziel erreicht und nur darauf kommt es mir an.

Allerdings habe ich große Bedenken, was den NaNoWriMo im November angeht. Ich habe zwar eigentlich schon geplant, was ich da schreiben will, aber nach den kleinen Zielen im April/Juli dieses Jahr fällt es mir natürlich umso schwerer, die 50.000 Wörter zu erreichen. Ich weiß nicht, ob ich dazu dieses Jahr in der Lage bin. Aber ich habe ja noch drei Monate Zeit, um mir das zu überlegen. (Oh Schreck, sind es wirklich nur noch drei Monate???) Vermutlich wird zu diesem Thema nochmal irgendwann separat ein Blogpost kommen.

Im Übrigen wollte ich dich noch wissen lassen, dass ich nächste Woche eine Sommerpause einlegen werde, sowohl auf dem Blog, als auch größtenteils auf Social Media. Es ist momentan so heiß (wir hatten heute 38 Grad im Schatten) und ich brauche einfach eine Auszeit, um mal wieder Luft zu holen. Vor allem jetzt, wo ich innerhalb einer Woche getippselt habe, was das Zeug hält.

Ich werde mich für eine Woche mehr mit meinen anderen Hobbys beschäftigten, die meist etwas zu kurz kommen. Mein Plan: Viel an die frische Luft gehen, mehr fotografieren, mehr lesen und so wenig Zeit wie möglich vor einem Bildschirm verbringen. Es wird mir schwer fallen, da ich normalerweise ständig an Laptop und Handy hänge. Aber ich freue mich auf die bevorstehenden Tage und hoffe, dass ich mal richtig abschalten kann und dann motiviert und inspiriert wieder zurückkehre.

Bis dahin, haltet die Ohren steif! *winkt*


Achtung!

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2 Kommentare zu „Zähstes Camp aller Zeiten

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