Worte | Der Dienstag dichtet #1

Schon länger liebäugle ich mit dieser Aktion, habe mich aber lange nicht getraut, mitzumachen. Ich liebe Gedichte und habe früher oft selbst welche geschrieben, aber nach einer negativen Erfahrung war ich blockiert. Immer wieder habe ich versucht, wieder zu dichten, doch so richtig rangetraut habe ich mich nicht mehr.

Das soll sich jetzt und hier ändern. Ab sofort werde ich bei der Aktion “Der Dienstag dichtet” von Katha kritzelt teilnehmen und versuchen, den Spaß am Gedichteschreiben wiederzuentdecken. Ich kann nicht versprechen, dass ich jede Woche daran teilnehme, aber ich werde mein Bestes geben.

Das heutige Gedicht heißt “Worte”.

Der Dienstag dichtet - Gedicht Aktion von Katha kritzelt

Worte

Manchmal sind sie hohl ein anderes
Mal so bedeutsam. Ich jongliere mit
Worten. Sie stehen in Flammen. Ich
verbrenne mir die Lippen. Doch ich
spreche sie aus. Schweige. Ein Moment
der Stille. Hirnwindungen pulsieren.
Ein Nicken. Ein Griff nach dem Stift.
Niederschreiben. Schnell und hastig.
Bevor sie mir entschlüpfen. Mine
kratzt über das Papier. Ich fühle
mich von der Muse geküsst. Fliege.
Es füllen sich Seiten. Mit poetischen
Worten.

Okay, das war ein erster Versuch. :D Lass mir gerne Feedback da, auch Kritik ist willkommen (solange sie konstruktiv ist). Und wenn du selbst auch bei “Der Dienstag dichtet” mitgemacht hast, kannst du mir gerne deinen Link dalassen.


All meine Gedichte findest du hier.

Achtung!

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10 Comments on “Worte | Der Dienstag dichtet #1

  1. Und schon schneie ich rein! :) Mir gefällt auch das Bild mit den Flammen, und vor allem der Satz danach: Ich verbrenne mir die Lippen. So ist es mit Worten, sie können alles, manchmal mehr, als man gewollt hatte. Ein schöner Einstieg!

  2. Das Thema finde ich originell und die Bilder, die du erzeugst ansprechend. Auf viele Dienstags gedichte!

  3. Schön, dass du dabei bist – ich nehm dich gleich noch in die Liste auf.
    Gefällt mir gut, dein Gedicht, weil du Bilder zeichnest, die mich ansprechen. Ganz besonders gefällt mir das “Jonglieren mit Worten” – das erinnert mich an mein Schreiben, zum Beispiel, wenn ich ein Haiku dichte – und jetzt, bei meinem Sonett, war es auch ein jonglieren. Auch, dass Worte in Flammen stehen, kann ich nachvollziehen.
    Ganz liebe Grüße zu dir, herzlich
    Judith

    • Hallo Judith!

      Oh wie lieb, vielen Dank.

      Freut mich riesig, dass dir mein Gedicht gefällt. Man könnte sicher noch viel daran feilen, aber für den Moment bin ich zufrieden damit. Ich denke, es kommt beim Gedichtschreiben auch darauf an, dass man seine Gefühle ausdrückt, nicht wahr? Seine Gefühle in Worte kleiden. Und manchmal muss man auch jonglieren, ja. :)

      Ganz liebe Grüße
      Myna

      • Liebe Myna,
        sehr gern …
        Feilen geht vermutlich immer, allerings denke ich, dass Perfektionismus der Kreativität eher hinderlich ist.
        Und ja, es geht sicher darum, Gefühle auszudrücken – und gleichzeitig geht es für mich auch darum, den Alltag und das Gewöhnliche zu poetisieren.
        Hab es fein und schlaf gut.
        Judith

      • Liebe Judith,

        da gebe ich dir ganz recht. Manchmal sind die ersten Ideen die besten und durch zu viel Feilen macht man das Gedicht eher kaputt. Schließlich sollen einem die Worte ja aus der Seele sprechen und wenn man zu viel feilt, funkt der Verstand dazwischen.

        Ja, den Alltag und das Gewöhnliche poetisieren – das finde ich auch wichtig! :)

        Dir eine gute Nacht! :)
        Myna

  4. Mir gefällt das Bild mit den Flammen am besten. Wirklich toll.
    Und willkommen bei den Dienstagsdichtern.
    Nicht wundern, falls den anderen nicht gleich das neue Rundenmitglied auffällt, aber wenn du bei ihnen kommentierst, werden sie sicher auch bei dir reinschneien.

    • Danke schön, das freut mich sehr.

      Ja, hatte sowieso vor, mir die anderen Beiträge noch anzuschauen und zu kommentieren. :) Danke für die freundliche Aufnahme.

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