“Tritt dem Sündenbock in den Arsch” von Roland Wagenhäuser | Rezension

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Titel: Tritt dem Sündenbock in den Arsch – Wie Resilienz Ihnen zu mehr Erfolg im Leben verhilft
Autor
: Roland Wagenhäuser
Genre: Persönlichkeitsentwicklung, Ratgeber mit autobiografischem Teil
Verlag:
Selfpublishing
Seiten: 140 S.
Jahr:
2020
ISBN: 9798644291007
Format: Taschenbuch (auch als E-Book erhältlich)
Offizielle Website: Homepage von Roland Wagenhäuser

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Klappentext

Erfolgreich, glücklich und mit sich wirklich im Reinen zu sein, das sind leider keine Geschenke, die einem Menschen zur Geburt als steter Wegbegleiter geschenkt werden. Vieles müssen wir uns unser gesamtes Leben erarbeiten. Schön ist es, wenn wir es dann auch zu schätzen wissen. Mit voller Überzeugung sage ich Ihnen, Sie haben es selbst in der Hand, viele Ihrer Wünsche, viele Momente Ihres Wohlbefindens in Ihr Leben zu holen. Und wie Sie das schaffen, zeige ich Ihnen gerne!

Sie haben schon den ersten Schritt mit dem Erwerb dieses Buches gemacht. Ich, Roland Wagenhäuser, haben mein Leben reflektiert und ein Buch geschrieben, welches Ihnen verdeutlicht, dass Glück und Erfolg Hand in Hand gehen können, wenn Sie es wirklich wollen und dafür auch Selbstverantwortung übernehmen.

Dabei helfen Ihnen die Resilienzfaktoren, die ich hier für Sie explizit beschreibe und mit Beispielen aus meinem Leben unterfüttere. Eigenen Sie sich eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für mehr Widerstandskraft an, die wirklich funktioniert und Sie raus aus der Opfer-Rolle, rein in die Gestaltung Ihres Lebens bringt.

Quelle: Wagenhäuser, Roland: Tritt dem Sündenbock in den Arsch. Klappentext.
"Tritt dem Sündenbock in den Arsch" von Roland Wagenhäuser
Umschlaggestaltung: Stephanie Hermes/Foto: Myna Kaltschnee

Ich danke dem Autor Roland Wagenhäuser und Detlev Schultz von Literaturprojekte herzlich für das Rezensionsexemplar.

Worum geht’s?

Manchen Menschen werden Erfolg und Glück in die Wiege gelegt. Sie brauchen nur mit den Fingern zu schnippen und alles in ihrem Leben wendet sich zum Guten.

Roland Wagenhäuser gehört nicht dazu.

In “Tritt dem Sündenbock in den Arsch” * schildert der Autor seinen Weg vom gestressten Angestellten zum selbstständigen Karrierecoach und Resilienztrainer. Dem*der Leser*in wird schnell klar: Diesem Mann wurde nichts geschenkt. Ständig hat ihn das Leben umgeworfen – und doch ist er jedes Mal wieder aufgestanden und hat niemals aufgegeben. Dass er immer optimistisch blieb und der Welt mit einem Lächeln begegnete, daran konnten auch Hautkrebs, zwei Schlaganfälle, ein septischer Schock, Pneumonie, Burn-out und weitere Schicksalsschläge nichts ändern.

Neben dem ausführlichen autobiografischen Teil gibt Roland Wagenhäuser dem*der Leser*in in der zweiten Hälfe des Buches wertvolle Ratschläge an die Hand, wie er*sie selbst psychisch widerstandsfähiger werden kann. Er erklärt die sieben Säulen der Resilienz (Widerstandskraft) und verrät Tipps für Karriere und Alltag.

Meine Meinung

In seinem Vorwort schreibt Roland Wagenhäuser:

“Ich möchte Ihnen kein literarisch perfektes Buch präsentieren und ich erhebe auch keinen Anspruch auf den Literaturnobelpreis. Aber ich erhebe einen Anspruch an mich selbst, nämlich Ihnen mein Leben auf ehrliche Weise aus meiner Sicht zu schildern und Ihnen Anregungen an die Hand zu geben, die für mich gut bis sehr gut funktioniert haben und noch immer funktionieren.”

Quelle: Wagenhäuser, Roland: Tritt dem Sündenbock in den Arsch. 2020. S. 7

Das sollte man beim Lesen im Hinterkopf behalten. Roland Wagenhäuser zeichnet sich nicht durch einen besonders herausragenden Schreibstil aus. Die vielen Füllwörter ließen mich öfter stolpern oder warfen mich gar aus dem Text. Zudem drückt er sich sehr umgangssprachlich und direkt aus.

Den Literaturnobelpreis wird er damit wirklich nicht gewinnen, ABER ich fand das Buch trotzdem gut. Denn diese Art zu Schreiben hat einen ganz besonderen Effekt auf den*die Leser*in: Man bekommt das Gefühl, dass Roland Wagenhäuser einen persönlich anspricht. Und das nicht wie in einem Vortrag von einem Sockel herab, sondern auf Augenhöhe wie bei einem Gespräch unter guten Freunden. (Meiner Meinung nach, hätte der Autor den*die Leser*in ruhig duzen dürfen, um diesen Effekt zu verstärken.)

Der Autor nimmt bei seinen Schilderungen kein Blatt vor den Mund. Wenn eine Situation “beschissen” war, dann schreibt er auch “beschissen”. Aber genau das macht ihn für mich so sympathisch. Roland Wagenhäuser lässt den*die Leser*in extrem nah an sich heran. Auf diese Weise habe ich bei Weitem mehr mit ihm mitgefühlt, als das vermutlich bei akribisch ausgefeilten Formulierungen der Fall gewesen wäre.

Roland Wagenhäuser beschreibt sich selbst als sehr optimistischen Menschen und genau das kam auch im Buch durch. Man spürt, dass er ein Mensch ist, der sich nicht unterkriegen lässt und großen Spaß am Leben hat. Er schaut stets nach vorn, nimmt sein Schicksal an und macht das Beste daraus. Und das hat mich tief beeindruckt.

Die Tipps in der zweiten Hälfte des Buches sind besonders wertvoll. Ein Feuerwerk an Motivation und Inspiration ist sofort auf mich übergesprungen. Ich hätte mir nur mehr davon gewünscht.

Beispielsweise nennt der Autor auf S. 134 verschiedene Selbstmanagement Tools, die er aber nicht näher erklärt. Hier hätte ich mich gefreut, mehr über diese Tools zu erfahren, als sie nur “hingeworfen” zu bekommen und selbst im Internet recherchieren zu müssen.

Am besten gefallen haben mir die Übungen, wie z. B. das Ressourcenglas oder das Experiment mit den drei Stärken und Schwächen. Ich bin ein großer Fan solcher Übungen, denn sie verraten einem viel über sich selbst. Zudem sind sie leicht nachzumachen, haben aber meistens eine große Wirkung auf die Selbstwahrnehmung.

Ich finde, Roland Wagenhäuser ist dem Anspruch an sich selbst, den er im Vorwort genannt hat, gerecht geworden. Außerdem kann ich mir vorstellen, dass er irgendwann als Speaker auf der Bühne die Menschen motiviert (er bemerkt im Buch, dass er das gerne tun würde).

Ich habe das Buch mit einer gehörigen Portion Tatendrang beendet und selbst jetzt, ein paar Wochen später, wirkt diese Begeisterung noch nach.

Was mich Roland Wagenhäuser gelehrt hat, ist, dass man auch als Mensch, dem ständig Steine in den Weg gelegt werden, ein erfülltes und glückliches Leben führen kann. Wenn man erfolgreich werden möchte, muss man aufhören, nach einem Sündenbock zu suchen. Opfer-Rolle ade! Und für diese Erkenntnis bin ich Roland Wagenhäuser sehr dankbar.

Mein Fazit

“Tritt dem Sündenbock in den Arsch” ist ein Buch, das Mut macht. Ich empfehle es gerne weiter.

Meine Bewertung


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One Comment on ““Tritt dem Sündenbock in den Arsch” von Roland Wagenhäuser | Rezension

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