Myna Kaltschnee

Slasher vom Feinsten: “Scream Run Die” | Geheimtipp & Gewinnspiel

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Triggerwarnung: Blut, Gewalt, Übersinnliches, Tod, abstoßende Details

Aufmerksame Leser*innen haben vielleicht bemerkt, dass ich mich 2021 auf Bücher spezialisiert habe, die nicht aus Großverlagen stammen. Aus diesen Büchern picke ich in regelmäßigen Abständen besondere Perlen heraus und stelle sie und ihre Verfasser*innen hier in der Rubrik „Geheimtipp“ vor.

Es sind Bücher, die mich besonders berührt und/oder begeistert haben. Bücher, die ich anderen Menschen unbedingt ans Herz legen möchte, weil sie eine besondere Botschaft beinhalten oder mich einfach fantastisch unterhielten.

Heute möchte ich dir ein Buch vorstellen, dass am 8. Mai seinen vierten Geburtstag feiert und kürzlich in einer neuen Auflage erschienen ist:

“Scream Run Die” von Tanja Hanika

Ein Buch für die Hartgesottenen unter meinen Leser*innen, die Lust auf etwas Gruseliges und Spannendes haben.

Foto: Tanja Hanika

Auf einen Blick

Titel: Scream Run Die
Autorin: 
Tanja Hanika
Genre: Slasher, Horror
Verlag: 
Selfpublishing
Umfang: 141 S.
Jahr: 
2017
ISBN: 978-1545386590
Format: Taschenbuch, E-Book
Mehr zum Inhalt: Meine Rezension

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Klappentext

Angetrunken überfährt Milton etwas. Ist es ein seltsames Tier oder womöglich doch ein Dämon aus der Hölle?

Um keinen Beweis für seine Tat zurückzulassen, packt Milton das unheimliche Wesen in seinen Kofferraum – und feiert mit seinen Freunden eine Party. Statt es endlich loszuwerden, benutzen er und seine Teenager-Freunde das Blut der Kreatur für eine Geisterbeschwörung, mit der sie ihren Abend aufpeppen möchten.

In derselben Nacht streicht ein Killer mit Pestarzt-Maske um das Haus, angezogen von dem toten Ding in Miltons Kofferraum und all den Jugendlichen, die es offensichtlich darauf anlegen zu sterben. Keinen Einzigen von ihnen will er am Leben lassen.

Warnung: Blut, Gewalt und Übersinnliches treffen in diesem Slasherroman auf verrückte Entscheidungen und auf einen nicht besonders cleveren Protagonisten.

Inklusive »Survival«-Tipps des Killers.

Quelle: Tanja Hanikas Website
Copyright: Tanja Hanika

5 gute Gründe, das Buch zu lesen

1. Grund

Du hast Lust auf einen spannenden Slasher, aber nicht die Möglichkeit, einen Film anzuschauen? Dann ist “Scream Run Die” perfekt für dich! Die Lesedauer ist nicht länger als die Spielzeit eines Horrofilms, doch du kannst dich auch unterwegs, bei Stromausfall, im Bett neben deinem schlafenden Schatz oder beim Kinderhüten gruseln. (Natürlich solltest du den Kindern die Geschichte nicht vorlesen – sonst bis du in der kommenden Nacht nicht die einzige Person, die nicht einschlafen kann.)

2. Grund

Weißt du, was ein “Ouija Board” ist? Oder wie man Gläserrücken spielt? Nein? Nach “Scream Run Die” bist du schlauer. Du kannst es natürlich auch googlen, aber das ist längst nicht so spannend und unterhaltsam.

3. Grund

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. So kommt man nicht nur einer Figur “nahe”, sondern darf in die Köpfe mehrerer Charaktere schlüpfen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die Abwechslung und kurzen Kapitel machen das Buch kurzweilig und angenehm zu lesen.

4. Grund

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und brechen auch gerne mal mit Klischees. Meine Lieblingsfigur ist Adam, der schlaue Kopf unter den Teenagern. Er hat ein Geheimnis, das man bei ihm am wenigsten vermuten würde. Worum es sich dabei handelt? Tja …

5. Grund

Damit du nicht selbst Opfer eines Mordes wirst, verrät dir der Killer mit der Pestarztmaske seine besten Survival-Tipps. So etwas habe ich noch in keinem anderen Buch gesehen und macht “Scream Run Die” einzigartig und besonders.

Copyright: Tanja Hanika

Hintergrund & Entstehung

Alles begann mit einem Slasher-Filmeabend im Jahr 2016. Tanja Hanika hatte zum damaligen Zeitpunkt bereits mehrere Bücher veröffentlicht, doch an einem Slasher hatte sie sich noch nie versucht. Sie wurde neugierig darauf, das Subgenre auszuprobieren. “Ich mag es, dass hier Horror mit Humor gut gemischt werden können, mit Klischees gespielt werden kann und alles nicht zu ernst genommen werden muss.”

Schreibblockaden unbekannt

Es dauerte dennoch ein paar Monate, bis sie die Geschichte niederschrieb. Parallel arbeitete sie an ihrem Horrorroman “Zwietracht – Mörderische Freundschaft” und dem beliebten “Arbeitsbuch für Schriftsteller” *, in dem Tanja sämtliche Worksheets zusammengestellt hat, die nicht nur Anfänger*innen das Schreiben eines Romans deutlich erleichtern.

Der Schreibprozess von “Scream Run Die” verlief – abgesehen von üblichen Entscheidungs- und Recherchefragen – reibungslos. Schreibblockaden habe sie generell nicht, verrät Tanja. “Ich plotte und höre mit einer Schreibsession nur auf, wenn ich genau weiß, wie es weitergeht. Und wenn es doch mal stockt, habe ich auch dafür ein paar Tricks auf Lager.”

Survival-Tipps als Alleinstellungsmerkmal

Eine große Besonderheit in “Scream Run Die” sind die Survival-Tipps des Killers. “Ich habe ziemlich viel über solche Killer nachgedacht und mich irgendwann gefragt, was sie einem raten würden, wenn sie so nett wären, einem Tipps zu geben”, erzählt Tanja. “Probeweise habe ich dann zuerst ein oder zwei Überlebenstipps geschrieben. Da sie mir ziemlich gut gefallen haben, habe ich nach einer Weile grübeln entschieden, dass sie zwischen den Kapiteln ganz gut aufgehoben sind. Im Text wären sie ein Perspektivbruch gewesen, so lockert es das Ganze etwas auf.”

Die “Spielerei” sei bei ihren Leser*innen gut ankommen. “Von nicht wenigen habe ich erfahren, dass sie sich das Buch zuerst nur aufgrund der Tipps gekauft haben und im Nachhinein froh waren, die Geschichte nicht verpasst zu haben.”

Dabei sei sie sich bezüglich der Überlebenstipps am unsichersten gewesen. Ebenso habe es sie gefreut, dass die humorvollen Stellen als solche wahrgenommen wurden.

Neuauflage? Jetzt oder nie!

“Momentan freue ich mich sehr über das tolle Feedback zur Neuauflage und zum creepy Cover, das Catherine Strefford gestaltet hat, und dass einige neue Leser*innen die Geschichte für sich entdecken.”

Da es, verglichen mit den Verkaufszahlen ihrer anderen Bücher, bei “Scream Run Die” noch Potenzial nach oben gab, entschied sich Tanja Hanika, im April 2021 eine Neuauflage herauszubringen. Bei der Jahresplanung zu 2021 habe sie entdeckt, dass bereits der vierte Geburtstag des Buches anstünde und sich gedacht: Jetzt oder nie!

“Da das Cover einer der Hauptsverkaufsaspekte ist, wollte ich zunächst dort ansetzen. Da ich auch in Sachen Buchsatz besser wurde, habe ich den direkt mitgemacht.”

Und noch ein kleines Special weist die Neuauflage auf: eine Leseprobe zu Tanjas Splatterroman “Der Angstfresser”. “Slasher und Splatter passen ja recht gut zusammen.”

Die Geschichte selbst sei aber unverändert geblieben.

Foto: Tanja Hanika

Wer hat’s geschrieben?

Nun hast du eine ganze Menge über “Scream Run Die” erfahren. Aber wer ist eigentlich diese Tanja Hanika, die das Buch geschrieben hat? Das sagt sie dir am besten selbst.

Foto: D. Pfingstmann

“Mein Name ist Tanja Hanika, ich lebe mit Mann und Sohn in der Eifel und bin seit 2015 überzeugte Selfpublisherin .

Neben Horror- und Schauerromanen veröffentliche ich auch Autorensachbücher. Wenn ich nicht schreibe, findet man mich meistens beim Lesen mit einem Buch in der Hand, aber abseits der Buchstaben fotografiere, wandere, gärtnere und backe ich gerne und zuletzt habe ich das Aquarellmalen für mich entdeckt.”

Tanja ist sehr aktiv auf Twitter und Instagram. Auf ihrer Website findest du nicht nur alles Wichtige zu ihren Büchern und ihrer Person, sondern kannst dich auch für ihren Newsletter eintragen. Diesen lege ich dir sehr ans Herz, wenn du mehr über Tanjas Arbeit erfahren möchtest. Der Newsletter erscheint einmal im Monat und enthält Neuigkeiten und Hintergrundinformationen zu Tanjas Geschichten, wichtige Termine und Textschnipsel. Im Gegensatz zu vielen anderen Newslettern, ist er nie aufdringlich und bietet jede Menge Mehrwert.

Hier findest du Tanja auf Social Media:

Fun Facts

  1. Ich war schon als Kind gruselig drauf und habe Geistergeschichten geliebt. Meine Liebe zum Lesen habe ich mit acht Jahren durch eine Kinderversion von Bram Stokers Dracula entdeckt.
  2. Ich liebe – ganz ungruselig – rosa Tulpen.
  3. Ich bin ein absoluter Burgen-Fan. Ob als Rechercheausflug für meine Schauerromane oder als gewöhnlicher Familienausflug – ich besichtige Burgen total gerne. Sie sind aufgeladen mit Geschichte und das inspiriert mich sehr.
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Nachgefragt

1. Hast du in „Scream Run Die“ eine Lieblingsfigur? Wenn ja, welche und warum?

Normalerweise mag ich fast alle Figuren, die in meinen Geschichten vorkommen. In »Scream Run Die« mag ich Milton, obwohl er eher eine schwierige Figur ist, und den Killer selbst am meisten. Milton zu mögen ist nicht leicht, aber ich kenne ihn gut genug, um zu wissen, dass er es nicht böse meint, wenn er sich nicht so clever oder auch mal unverschämt anstellt. Er ist noch nicht reif genug, um eine bessere Version von sich selbst geworden zu sein und steckt noch in einer rebellischen Selbstüberschätzungsphase fest.

Den Killer mag ich, weil ich den Grund, aus dem er die Jugendlichen nicht mehr leben lassen möchte, nachvollziehbar finde. Mehr will ich nicht verraten, um nicht zu spoilern. Außerdem: Wann war schon mal ein Killer so »nett« und hat Überlebenstipps verteilt?! Da verdient er etwas Zuneigung. xD

2. Welche Musik hast du beim Schreiben von „Scream Run Die“ am liebsten gehört? Hörst du überhaupt Musik beim Schreiben?

Inzwischen höre ich fast immer Musik beim Schreiben, das hat sich über die Jahre so entwickelt. Was ich damals genau gehört habe, weiß ich nicht mehr, aber es war mit Sicherheit etwas Rockiges oder Metal.

3. Wer ist dein größtes Vorbild?

Vorbild suggeriert für mich immer, dass man genauso viel erreichen oder genauso »groß« werden möchte. Deswegen scheue ich mich meist, Vorbilder zu nennen.

Drei Frauen, die ich für ihre Werke und Kreativität aber sehr bewundere, sind aber Mary Shelley, Shirley Jackson und Daphne du Maurier.

4. Wenn du eine Zeitmaschine hättest, wohin würdest du reisen?

Ich würde versuchen einen Abend zu erwischen, an dem Poe aus »Der Rabe« vorliest.

Entweder … oder?

1. Dracula oder Frankenstein?

Dracula.

2. Schreiben oder überarbeiten?

Schreiben.

3. Introvertiert oder extrovertiert?

Introvertiert.

4. Splatter oder Schauerroman?

Schauerroman.

5. Happy End oder Sad End?

Happy End, außer die Geschichte verlangt es.

Foto: Tanja Hanika

Wer sollte das Buch NICHT lesen?

Gewinnspiel

Ich hoffe, mir ist es gelungen, dich zu überzeugen, dass “Scream Run Die” ein wirklich lesenswerter Geheimtipp ist. Wenn ja, hast du JETZT die Chance, ein signiertes Taschenbuch von “Scream Run Die” zu gewinnen!

Tanja Hanika ist so lieb und stellt ein Exemplar extra für dieses Gewinnspiel zur Verfügung – vielen Dank an dieser Stelle.

Alles, was du tun musst, um in den Lostopf zu hüpfen, ist in den Kommentaren folgende Frage zu beantworten:

Hast du schon einmal Gläserrücken gespielt? Wenn nein, würdest du es gerne einmal ausprobieren?

Teilnahmebedingungen

Natürlich geht ein Gewinnspiel nicht ohne Regeln. Deshalb hier das Kleingedruckte:

Verpasse die Auslosung nicht!

Der*die Gewinner*in wird am Samstag (8. Mai 2021) bekannt gegeben. Schau da also unbedingt wieder vorbei.

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Copyright: Tanja Hanika

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