Rezension: “Frostbiss” ****

Titel: Frostbisscover
Autorin: Julia Mayer
Genre: Liebe, Young Adult
Verlag: Selfpublishing

Seiten: 315
Format: Kindle E-Book
Preis: 2,99 €

Urteil: 4/5 Sterne

Klappentext

Die Liebe klopft immer bei jenen an, die sie am wenigsten erwarten. Dörte wusste nicht, dass ihr etwas fehlt, bis eine neue Schülerin in ihre Klasse kommt. Philippa ist schweigsam, unabhngig und bringt Dörtes Gefühlswelt durcheinander. Doch der zarten Liebe der zwei Mädchen stehen traditionelle Werte und persönliche Ängste im Weg. Wird es ihnen gelingen, diese zu überwinden?

“FROSTBISS” Ein Roman über die erste Jugendliebe, Geduld und die Verantwortung, mit Herzen nicht zu spielen.
Rezension

“Frostbiss” war für mich eine Premiere: der erste Indie-Roman, den ich mir gekauft habe. Ich muss ganz ehrlich zugeben, dass ich äußerst kritisch an die Sache herangegangen bin. Ich habe nicht viel erwartet. Schlechte Erfahrungen mit kostenlosen Kurzgeschichten auf Amazon hatten mich abgeschreckt und ich dachte mir: “Für 2,99 € kriegst du nichts, das sich mit einem Verlagsbuch vergleichen lässt.” Weit gefehlt! “Frostbiss” hat alles, was ein Roman braucht: liebenswürdige Charaktere, eine spannende Handlung, viel Gefühl und einen tollen Erzählstil.

Was mir besonders gut an “Frostbiss” gefallen hat, ist seine realitätsnahe Handlung. Genau so könnte sich etwas in der eigenen Umgebung zugetragen haben. Keine großen Abenteuer, sondern das Leben, wie es einen trifft: mit allen schönen und weniger schönen Momenten. Auch positiv hervorzuheben: In “Frostbiss” geht es weniger um die Eroberung der großen Liebe, wie in den meisten Liebesgeschichten, sondern darum, wie man eine gute Beziehung führt. Manche der Probleme, wie Eifersüchteleien oder Unsicherheit, lassen sich auch auf heterosexuelle Pärchen übertragen. Doch hauptsächlich kommen in der Geschichte Themen zur Ansprache, mit denen all jene zu kämpfen haben, die sich zum ersten mal in einen Menschen des gleichen Geschlechts verliebt haben. Fragen wie “Bin ich homosexuell oder nur neugierig?”, “Wann ist der richtige Moment für das Coming Out?” und “Wie gehe ich mit Anfeindungen von Außen um?” werden gestellt und suchen nach Antworten. Hier hat die Autorin Julia Mayer großartige Arbeit geleistet und ihren Lesern einen Einblick in den Alltag einer jungen Lesbe ermöglicht.

Ich liebe Julia Mayers Schreibstil sehr. Er ist einfach und doch voller schöner Bilder und Vergleiche. Auch bei der Ausarbeitung der Charaktere hat sie ganze Arbeit geleistet. Philippa war mir von Anfang an sympathisch, weil ich mich in ihre verschlossene Art gut hineinversetzen kann. Mit Dörte konnte ich mich ebenfalls gut identifzieren. Ich fand es spannend, die Welt aus ihren Augen zu sehen. Einen ganz großen Pluspunkt bekommen die Familien der beiden Hauptfiguren. Dörtes Eltern sind schon klasse, wenn auch teilweise ein bisschen spießig, doch Philippas Großfamilie ist der absolute Hammer! Die reine Bilderbuchfamilie und man wünscht sich nichts mehr, als auch mal bei denen Weihnachten zu feiern. Vater Theodor ist hier wohl mein heimlicher Liebling, aber auch Mutter Ricarda, die wie eine Glucke ihre Kinder betüttelt. Die Schulkameradin Uli war mir zunächst ziemlich unsympathisch, denn homophobe Äußerungen kann ich überhaupt nicht ausstehen. Doch die Wendung am Schluss gab mir dann doch Verständnis für die Figur. Jede Geschichte braucht ihren Bösewicht. Toll ist, wenn dieser nicht platt “böse” ist, sondern auch Gefühle und Probleme hat. Mit Vera konnte ich mich leider nicht so recht verbünden. Ich kann allerdings auch nicht sagen, was mir bei der Figur gefehlt hat. Vermutlich war sie mir zu blass. Dass sie Dörte am Schluss die Meinung geigt, hat mich ziemlich überrascht. Ich fand diese Wendung gut, auch wenn ich dem, was sie gesagt hat, nicht voll zustimmen kann.

Die Geschichte zieht sich durch eine sehr lange Zeitspanne. Anfangs sind Dörte und Philippa Elftklässler, am Ende sind beide mit dem Gymnasium fertig und gehen ihre eigenen Wege. Ich war über das Ende zuerst sehr zwiegespalten. Insgeheim habe ich mir ein glücklicheres Ende für die beiden gewünscht. Ich bin da wohl einfach zu romantisch veranlagt. Im Nachhinein betrachtet, passt es aber gut zum Rest der Geschichte: Es ist realitätsnah! Alles andere wäre entweder zu dramatisch oder zu märchenhaft gewesen.

Fazit

“Frostbiss” ist eine süße Geschichte über die erste Liebe zwischen zwei Mädchen. Sie ist vor allem für jüngere Leser geeignet und all jene, die gerne Young Adult-Romane lesen. Wer sich nicht davor scheut, einen Indie-Roman zu lesen, dem lege ich “Frostbiss” sehr ans Herz. Die Qualität des Romans kann mit Büchern aus einem Verlag absolut mithalten. Ich bin positiv überrascht und empfehle das Buch gerne weiter!

Meine Bewertung

4 sterne

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rezension: “Die Eleganz des Igels” *****

Titel: Die Eleganz des Igels (Original: L’Élegance du hSDC12771érisson)
Autorin: Muriel Barbery
Genre: Gesellschaft
Verlag: dtv (Deutscher Taschenbuch Verl.)
Jahr: 2008
Seiten: 363
ISBN: 978-3-423-13814-7
Format: Taschenbuch
Preis: 9,90 €
Urteil: 4,5/5 Sterne

Klappentext

“Renée ist vierundfünfzig Jahre alt und lebt schon seit Jahrzehnten als Concierge in der Rue de Grenelle 7  in Paris. Sie ist klein, hässlich, hat Hühneraugen und ist seit längerem Witwe. Paloma ist zwölf, hat reiche Eltern und wohnt in demselben Stadtpalais.
Renée führt ein Doppelleben: Sie spielt die einfältige Concierge, in Wirklichkeit aber ist sie ungemein gebildet. Sie kennt die großen Werke der Literatur und Philosophie und blickt höchst wachsam auf die Welt und das oft eigenartige Treiben ihrer reichen Nachbarn.
Und Paloma? Altklug wie sie ist, hat sie beschlossen erst gar nicht in die verlogene Welt der Erwachsenen einzutauchen. Sie will sich noch ein paar grundlegende Gedanken über die Welt machen – und sich an ihrem dreizehnten Geburtstag umbringen. Als jedoch Monsieur Ozu, ein japanischer Geschäftsmann, einzieht, verändert sich das Leben in dem Stadtpalais ganz überraschend. Hinreißend komisch, bitterböse und sehr berührend erzählen Paloma und Renée von ihrem Leben, von Büchern, Filmen, Mangas und ihrer Suche nach der Schönheit in der Welt.”

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Rezension | “Abgeschnitten” von Sebastian Fitzek und Michael Tsokos

Quelle: Knaur

Titel: Abgeschnitten
Autoren: Sebastian Fitzek, Michael Tsokos
Genre: Thriller
Verlag: Knaur
Jahr: 2012
Seiten: 400
ISBN: 978-3-426-19926-8
Format: Taschenbuch
Urteil: 4/5 Sterne

*
 
Klappentext
 
“Rechtsmediziner Paul Herzfeld findet im Kopf einer monströs zugerichteten Leiche die Telefonnummer seiner Tochter. Hannah wurde verschleppt – und für Herzfeld beginnt eine perverse Schnitzeljagd. Denn der psychopathische Entführer hat eine weitere Leiche auf Helgoland mit Hinweisen präpariert. Herzfeld hat jedoch keine Chance, an die Informationen zu kommen. Die Hochseeinsel ist durch einen Orkan vom Festland abgeschnitten, die Bevölkerung bereits evakuiert. Unter den wenigen Menschen, die geblieben sind, ist die Comiczeichnerin Linda, die den Toten am Strand gefunden hat. Verzweifelt versucht Herzfeld sie zu überreden, die Obduktion nach seinen telefonischen Anweisungen durchzuführen. Doch Linda hat noch nie ein Skalpell berührt. Geschweige denn einen Menschen seziert …”
 
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Brainstream (App)

Heute möchte ich dir eine App vorstellen, die dir dabei helfen kann, deine Ideen und Gedanken zu ordnen und eine Lösung für ein Problem zu finden.

Die App heißt “Brainstream”. Sie ist kostenlos und für Android-Smartphones verfügbar. Du findest sie hier im Google Play Store. Momentan gibt es nur eine englische Version, doch die App ist trotzdem sehr einfach zu bedienen, so dass man auch mit eher mäßigen Englischkenntnissen problemlos damit zurecht kommt.

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Gedruckte Bücher vs. E-Books

Vor etwa drei Monaten habe ich mir einen Kindle Paperwhite gekauft. Ich hatte vor ein paar Jahren schon einen E-Book-Reader von Kobo, war mit dem aber nicht wirklich zufrieden, weil er ziemlich schnell kaputt ging und meine damit gekauften Bücher somit verloren waren. Ich bekam zwar von Kobo Ersatz, doch auch dieser Reader war fehlerhaft. So kam es, dass ich mich wieder ganz gedruckten Büchern widmete – bis dieses Jahr im Mai.
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