Über mich

Hey, ich bin Myna Kaltschnee!
Myna Kaltschnee Portrait August 2020

Buchgenießerin, Mental-Health-Fürsprecherin & Schreiberling.

Ich bin kurz vor dem Mauerfall geboren und auf der Schwäbischen Alb aufgewachsen, wo die Winter noch richtige Winter sind. Seit 2011 lebe ich in der Nähe von Stuttgart.

Buchblog mit Mission

Als ich 2015 den Grundstein für diesen Blog legte, war er ein Buchblog wie jeder andere. Ich rezensierte einfach alles, was ich las, ohne eine Auswahl zu treffen. Natürlich kam der Großteil dieser Bücher aus den bekannten Verlagen wie Heyne, Droemer Knaur, Bertelsmann, usw.

Ich wollte mit den anderen Buchblogger*innen mithalten. Wollte möglichst viele Bücher in einem Jahr lesen und die großen Bestseller auf meinem Blog besprechen.

Doch irgendwann realisierte ich: Was ich da trieb, war nicht nur von Misserfolg geprägt, sondern laugte mich förmlich aus.

Anstatt 100 Bücher im Jahr, schaffte ich nur 30. Und meine Rezensionen gingen völlig im Getümmel unter und brachten keinen echten Mehrwert.

Keine Vielleserin, sondern Buchgenießerin

Ich wurde zunehmend verzweifelter und aus meiner einstigen Leidenschaft fürs Lesen wurde ein ungeliebter Stressfaktor.

Dabei waren Bücher doch meine Welt! Nicht zuletzt deshalb hatte ich zahlreiche Praktika und meine Berufsausbildung in einer Bibliothek absolviert.

Ende 2019 zog ich schließlich die Reißleine. Mir wurde klar, dass ich aufhören musste, den sogenannten “Vielleser*innen” nachzueifern. Ich war keine Vielleserin und würde auch nie eine werden. Nicht, weil ich nicht gerne las, sondern weil ich ein Buch genießen wollte. Weil ich mir beim Lesen Zeit lassen wollte, um ganz in das Buch eintauchen zu können. Weil ich das Buch “nachspüren” wollte, wenn ich es beendet hatte, anstatt sofort das nächste aufzuklappen.

Also entrümpelte und befreite ich meinen Blog von allem, was mich bisher unter Druck gesetzt hatte:

  • Keine Blogaktionen über den SuB-Abbau oder den Lesefortschritt.
  • Keine Beiträge über TBRs, Hauls oder Wrap-ups. (Ich mag nicht mal die Begriffe!)
  • Annahme von Rezensionsexemplaren nur, wenn ich wirklich interessiert bin und genügend Zeit für das Buch habe.

Fokus auf “Geheimtipps”

2020 fiel mir auf, dass ich kaum noch Bücher aus Großverlagen las. Was mich wirklich begeisterte, waren die Perlen aus Kleinverlagen, Imprints und dem Selfpublishing. “Geheimtipps”, wie ich sie nenne.

Ich begriff, dass es genau diese Bücher waren, die ich meinen Leser*innen empfehlen wollte. Wozu die 5000. Rezension zum neusten Fitzek schreiben, wenn es dort draußen so viele tolle Bücher gab, die bisher keiner entdeckt hatte?

Schließlich fasste ich einen Entschluss:

Ab 2021 spezialisiere ich mich auf Bücher, die keinen Großverlag im Rücken haben. Ich bespreche die Geschichten und Ratgeber, die noch unbekannt sind und mache es mir zur Aufgabe, deren Autor*innen eine Plattform zu bieten, auf der sie sich und ihre Werke vorstellen können.

Klingt gut für dich und du möchtest, dass ich dein Buch rezensiere? Dann findest du hier mein Rezensionen-FAQ.

Gastbloggerin an Bord

Seit August 2020 ist die liebe Katharina von Ich Gebäre offizielle Gastautorin und steuert weitere Buchrezensionen auf meinem Blog bei, hauptsächlich aus dem Bereich Sach- und Kinderbuch. Übrigens sind ihre Rezensionen unabhängig von der Verlagsgröße.

“Psycho” – na und?!

Manche Dinge sucht man sich nicht aus. Dazu gehört, dass ich bereits als Jugendliche psychisch krank geworden bin und bis heute – 15 Jahre später – damit zu kämpfen habe.

Anfangs habe ich mich für meine Krankheiten geschämt, aber inzwischen denke ich: “Ich bin ein Psycho, na und?!” Hierbei ist das Wort “Psycho” keinesfalls negativ oder wertend, sondern selbstironisch gemeint. Ohne meinen Sinn für Humor würde ich heute nicht mehr hier sitzen und mir eine Über-mich-Seite aus den Fingern saugen.

Es gab viele Momente, in denen ich aufgeben wollte. Momente der vollkommenen Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung, in denen nur noch ein Klinikaufenthalt helfen konnte. Trotz dieser düsteren Momente habe ich es immer wieder zurück auf die Beine geschafft. Das hat mich geprägt und mittlerweile kenne ich mich selbst so gut, dass ich weiß, wie ich mit meinen Symptomen umgehen muss.

Ich weiß, wie es ist

Leider sind psychische Erkrankungen noch immer ein Tabu in unserer Gesellschaft und die Betroffenen werden häufig diskriminiert und stigmatisiert. Das habe ich viele Male erlebt, sowohl bei mir selbst, als auch bei Angehörigen.

Auf diesem Blog helfe ich Betroffenen und Angehörigen psychische Krankheiten besser zu verstehen und damit umzugehen. Meine Artikel ersetzen selbstverständlich keine Beratung oder Therapie durch eine*n Psycholog*in oder Psychiater*in. Stattdessen begegne ich anderen Betroffenen und Angehörigen auf Augenhöhe und gebe ihnen meine Erfahrung weiter.

Ich mag keine Psychologie studiert haben, aber ich weiß, wie es sich anfühlt, Angst vor der Angst zu haben oder nicht mehr in der Lage zu sein, Freude zu empfinden. Ich weiß, wie quälend Zwangsgedanken sein können und wie es ist, im krankhaften Höhenflug zu sein und irgendwann abzustürzen.

Und weil ich das weiß, schreibe ich darüber.

… und weil ich es nicht lassen kann

Mir liegt dieser beliebte Autorenbiografiensatz “Ich schreibe schon seit ich einen Stift halten kann.” auf der Zunge, aber ich habe mir vorgenommen, auf abgedroschene Formulierungen zu verzichten. Es wäre ohnehin gelogen, denn ich konnte bereits früher einen Stift halten als schreiben. Erst in der Grundschule habe ich mit dem Schreiben angefangen – und es dann nicht mehr fertiggebracht, wieder damit aufzuhören. Ich schätze, ich bin buchstabensüchtig. Höhöhö! Meine Witze waren auch schon besser …

Kleine Kostprobe gefällig?

Irgendwann nahm ich die Sache mit dem Schreiben so ernst, dass ich beim Bundesverband junger Autoren und Autorinnen e. V. (BVjA) einstieg. Das ist jetzt über zehn Jahre her und ich bin immer noch Mitglied.

Zwar wechselt mein bevorzugtes Genre in unregelmäßigen Abständen, aber aufhören zu schreiben kann ich nicht. Und solange es keinen einleuchtenden Grund dafür gibt, werde ich daran auch nichts ändern.

Neben Schreibtipps für Anfänger*innen biete ich auf diesem Blog auch eine kleine Auswahl an eigenen Texten zum Lesen an.

Interviews

Testimonials

„Mit Myna Kaltschnee zusammenzuarbeiten, ist jedes Mal großartig: Sie ist kreativ, verlässlich, flexibel und schreibt mitreißende Rezensionen. Zudem führt sie sehr gut überlegte Interviews und ist für alles eine wunderbare Ansprechpartnerin. Ich bin unsagbar froh, die liebe Myna in meinem Blogger*innenteam dabeihaben zu dürfen. Eine Zusammenarbeit ist rundum empfehlenswert.“

– Tanja Hanika, Autorin

“Auf Mynas Blog gibt es immer wieder tolle Buchvorstellungen – und fernab des Mainstreams sind das oft echte Geheimtipps! Ich liebe auch Mynas Autoreninterviews. Sie sind außergewöhnlich, interessant und amüsant.

Doch das Herzstück des Blogs ist Myna selbst! Einfühlsam, ehrlich und offen spricht sie über persönliche Themen und hat mir schon oft Mut gemacht.

Unsere Zusammenarbeit beflügelt mich immer wieder. Myna ist wissenshungrig, immer offen für Neues und stets zuverlässig. Unser regelmäßiges Teamwork ist ein absoluter Gewinn für mich, weil sie mich inspiriert und mit ihren Ideen und ihrem Engagement einfach mitreißt.

Besonders dankbar bin ich Myna auch für ihre wertvolle Unterstützung als Bloggerin. Schon seit dem Beginn meiner Autorenlaufbahn unterstützt sie meine Bücher und mich mit besonderem Engagement und Leidenschaft.”

– Anna Gasthauser, Autorin

“Myna Kaltschnee ist proaktiv mit kreativen Ideen auf mich zugekommen. Außerdem hat sie mit ihrer Erfahrung mit Lesenden tolle Vorschläge für mich gehabt, als es in die detaillierte Planung ging. Sie hat in den Artikel viel Zeit und Mühe gesteckt und tolle Grafiken gebastelt, um mein Buch gut zu promoten. Besonders interessant für Lesende: Myna legt ihren Fokus auf Selfpublisher. Absolute Empfehlung unter den Buchblogs!”

– Rabea Blue, Autorin

Hier kannst du dich mit mir vernetzen:

16 Comments on “Über mich

  1. Pingback: Monatsrückblick | Mai 2020 | Myna Kaltschnee

    • Hallo Maria,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Tut mir leid, dass die Antwort so spät kommt, aber ich habe erst gerade herausgefunden, dass es nicht bei meinen “Kommentaren” angezeigt wird, wenn man die Über-mich-Seite kommentiert. Sehr ärgerlich. Jedenfalls freut es mich, dass dir mein Blog gefallen hat.
      Ich werde gleich mal auf deinem vorbeischauen.
      Liebste Grüße
      Myna

  2. Hallo meine Liebe,

    Kennst du diese Seite. https://www.16personalities.com/infj-personality
    Die Seite hat die schönste und längste Auswertung von den Persönlichkeitstypen. Sie ist wirklich extrem umfassend und inspirierend. Bei mir passt es wie die Faust aufs Auge. Ich bin übrigens INFP, was ja ziemlich Ähnlich ist, wie deines.

    Lg, Anja

  3. Pingback: Mein Blog in Zahlen (1. Quartal 2016) | Myna Kaltschnee

  4. Hi Myna :)
    Jetzt schaffe ich es auch mal auf deiner Homepage vorbei zu schauen! Ich finde es wirklich schön hier und ich bleibe dir natürlich auch als Leser, wobei ich dich irgendwie nur auf google+ verfolgen kann. >>This person is too stupid for blogs 😂 <<

    Aber jetzt muss ich dir nich eine dumme Frage stellen… Was ist INFJ?

    Alles Liebe :)
    Minnie

    • Hallo Minnie,

      wie schön, dass du vorbeischaust :) Danke für deinen Kommentar.

      Hm, ich habe gehört, dass man WordPress-Blogs auch mit Google Friend Connect folgen kann. Da muss man einfach die Internetadresse zu den zu folgenden Blogs hinzufügen. Ich weiß nicht, ob das klappt, aber hat mir mal jemand erzählt… Ansonsten gäb’s auch noch die Möglichkeit, per E-Mail zu folgen. Da bekommst du dann immer eine Mail geschickt, wenn’s einen neuen Beitrag gibt.

      Oh, das ist keine dumme Frage. Das wurde ich schon öfters gefragt :D INFJ ist ein Persönlichkeitstyp nach dem MBTI (Myer-Briggs-Typenindikator). Jeder Buchstabe steht dabei für eine bestimmte Eigenschaft. Das I am Anfang steht zum Beispiel für “introvertiert”. Wikipedia hat da einen sehr interessanten Artikel drüber, falls es dich interessiert: https://de.wikipedia.org/wiki/Myers-Briggs-Typenindikator

      Ganz liebe Grüße
      Myna

  5. Hast du den NaNoWri gewonnen oder warum diese Bilderchen? ;)
    Du schreibst Romane in den Genres Horror, Fantasy, Science Fiction und Romance? Ist das nicht ein bisschen viel? Ich tendiere eher dafür, max. zwei Genres zu bedienen. Es ist schwer, auf eine Linie zu kommen, wenn man veröffentlichen will.

    • Ja, genau, das sind meine Winner-Badges. Darum die Bildchen. Ja, also ich schreibe hauptsächlich Horror, Fantasy und Science Fiction, aber gelegentlich auch mit romantischen Elementen. Romance allein schreibe ich eigentlich eher selten. Ich lasse mich nicht gerne auf ein Genre festlegen und brauche die Abwechslung. Ich bin ein sehr vielseitiger Mensch. Aber da ist wohl jeder verschieden :)

      • Freut mich zu lesen, dass du da gewonnen hast. Ich verpasse den immer irgendwie. Wenn es mir einfällt, ist er meist schon im Gange ;)

        Ich persönlich denke, wenn man zu viele Genres bedient (auch wenn man die Abwechslung braucht) wird man es schwer haben, einen Verlag für seine werke zu begeistern. Die erwarten (wenn es läuft) weitere Werke in dem Genre und nicht diverse andere Sachen.

      • Hahaha, dann musst du’s dir in den Terminkalender schreiben ;-)

        Ja, da hast du natürlich Recht. Wenn man einen Verlag sucht, dann sollte man schon so seine Sparte gefunden haben. Es sei denn, man arbeitet mit unterschiedlichen Pseudonymen, das geht natürlich auch. Allerdings bin ich noch gar nicht so weit, dass ich mich auf Verlagssuche begebe und möchte eigentlich erst mal als Selfpublisher veröffentlichen.

  6. Pingback: 100 Follower, Juhu! |

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